Absa Cape Epic-Prolog: Manuel Fumic und Henrique Avancini rasen in Gelb

Das Cannondale-Duo Manuel Fumic und Henrique Avancini hat beim 14. Absa Cape Epic im 26 Kilometer langen Prolog in Meerendal, Südafrika, die Bestzeit markiert. Mit bemerkenswerten 1:36 Minuten Vorsprung auf Nino Schurter und Matthias Stirnemann (Scott-Sram) und 1:43 vor Samuele Porro/Alexey Medvedev (Trek Selle San Marco) übernahmen Fumic und Avancini das Gelbe Trikot. Die Titelverteidiger Karl Platt und Urs Huber (Team Bulls 1) hatten als Sechste bereits 3:23 Minuten Differenz.

Manuel Fumic setzte am ersten, rund zwei Kilometer langen Berg das Tempo und es war das schnellste im Feld. Am höchsten Punkt lag das deutsch-brasilianische Duo 13 Sekunden vor dem Südafrikaner Max Knox und Leonardo Paez (Kansai Plascon), die am Ende mit 1:50 Minuten Differenz Fünfte werden sollten. Schurter und Stirnemann lagen 16 Sekunden zurück.

Beim Schweizer Duo war, keine Überraschung, Matthias Stirnemann am Berg der etwas schwächere Fahrer, der das Tempo bestimmte. Der Weltranglistensechste kämpfte hinter dem Weltmeister, doch im Fernduell konnte er Fumic und Avancini nicht Paroli bieten, so dass der Vorsprung immer weiter anwuchs.

Am letzten Berg schien dann Manuel Fumic etwas am Limit zu sein, doch er rettete sich über die Kuppe und dass es am Ende 1:36 Minuten Vorsprung auf die beiden Eidgenossen waren, spricht für das Cannondale-Duo. Damit haben sie das Cape Epic 2017 begonnen, wie sie das von 2016 beendet haben: Mit einem Etappensieg.

„Wir sind gut vorbereitet hier angetreten, die Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagte Manuel Fumic im Sieger-Interview. „Wir sind glücklich, dass wir den Prolog gewinnen konnten und morgen im Gelben Jersey an den Start gehen dürfen. Ehrlich gesagt, hatten wir uns das Podium zum Ziel gesetzt und auch mit dem Sieg geliebäugelt.”

„Wir haben unterschiedliche Fähigkeiten und ergänzen uns sehr gut. Es war hart heute, mit der Hitze und dem vielen Staub“, kommentierte Avancini. „Morgen wird es allerdings eine andere Art von Rennen.“

Ihr Teamchef Daniel Hespeler genoss den Auftritt seiner beiden Jungs, blickte aber gelassen auf die kommende Woche. „Schön, dass wir das Gelbe Trikot haben. Aber wir machen keinen Stress, wir nehmen das wie es kommt“, meinte Hespeler.

Karl Platt: Es lief nicht rund

In Hermanus stehen am Montag 101 Kilometer mit 2300 Höhenmeter auf dem Programm. Schon da könnte das Gelbe Jersey wieder in Gefahr geraten. Gemessen auf 26 Kilometer sind 1:36 Minuten viel, nicht aber auf die vierfache Distanz.

Dass auf den Plätzen hinter Fumic/Avancini dann die folgenden Positionen ganz eng beieinander lagen, lässt zumindest schließen, dass die Beiden in sehr guter Verfassung in das Cape Epic gestartet sind.

Vier Sekunden hinter Alexey Medvedev und Samuele Porro verpassten die Mitfavoriten Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy als Vierte das Podest nur knapp.

Die Titelverteidiger Urs Huber und Karl Platt konnten ihren Vorjahres-Erfolg vom Prolog nicht wiederholen und sind jetzt erst mal in der Defensive. Sowohl gegenüber Fumic/Avancini, aber auch gegenüber den vermeintlich größten Konkurrenten Sauser/Kulhavy.

„Es lief nicht so rund“, bekannte Karl Platt, ohne eine Erklärung dafür zu haben. „Aber es wird noch spannend“, prophezeite der fünffache Cape-Epic-Gewinner.

Alban Lakata und Kristian Hynek (Topeak-Ergon) verloren gar 5:21 Minuten auf die Tages-Sieger. Lakata wirkte am Berg alles andere als frisch.

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