Absa Cape Epic#2: Zweiter Etappensieg für Süss/Stenerhag, zwei Deutsche auf dem Podium

 

Esther Süss und Jennie Stenerhag (Meerendal CBC) legten auf der zweiten Etappe des Absa Cape Epic nach und feierten ihren zweiten Etappensieg, fünf Sekunden vor Sabine Spitz und Robyn de Groot (Ascendis Health). Auf der von 102 auf 62 Kilometer verkürzten Etappe von Hermanus nach Caledon landete auch Adelheid Morath mit Partnerin Ariane Lüthi (Team Spur) erstmals auf dem Podest, allerdings bereits 5:02 Minuten zurück.

 

Sabine Spitz zeigte sich unbeeindruckt von den sieben Stichen, mit denen am Tag zuvor der Cut über der linken Augenbraue zugenäht worden war. „Ich kann immer noch lachen“, meinte sie am Montagnachmittag. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Verletzung dennoch ein kleines Handicap war und für Spitz sicher kein Nachteil, dass die Etappe auf zwei Drittel der ursprünglichen Distanz verkürzt wurde. Ein paar Prellungen hat der Körper bei dem Abgang über den Lenker und der Aufprall auf Steinen auch hinterlassen.

„Es ist nicht einfach, aber es geht“, kommentierte Spitz. “Ich habe mich nicht schlecht gefühlt.”

So konnte das deutsch-südafrikanische Duo am dritten Tag das Tempo der beiden Damen im Orangenen Jersey mitgehen und erreichte gemeinsam mit Esther Süss und Jennie Stenerhag die Zielpassage. Mit 8:58 Minuten Rückstand auf die Schweizerin und die Schwedin ist nach wie vor auch der angestrebte Titelgewinn möglich.

Für Esther Süss war die Etappe “zu kurz zum Angreifen”, wie die Schweizerin erklärte. “Aber das hat gepasst heute. Super, dass wir auch die zweite Etappe gewinnen konnten.”

Morath und Lüthi verkürzen Rückstand auf Platz drei

Für Ariane Lüthi und Adelheid Morath scheint das mit jetzt 28:04 Minuten Rückstand auf Süss/Stenerhag allerdings kaum noch machbar. Nach wie vor kann Ariane Lüthi ihr Leistungsvermögen aus den Vorjahren, als sie mit Annika Langvad gemeinsam dreimal gewinnen konnte, nicht abrufen. Morath unterstützt die Schweizerin so gut sie kann, aber am Berg ist liegen die Karten dann auf dem Tisch.

Immerhin reichte es für die Freiburgerin und ihre Partnerin am dritten Tag erstmals für den Sprung aufs Podium. Mit 5:02 Minuten Rückstand nahmen sie in Caledon den beiden OMX-Fahrerinnen Mariske Strauss und Annie Last (5.) 3:08 Minuten ab und verkürzten den Abstand aufs Gesamt-Podium damit auf 6:47 Minuten.

Das könnte für den Rest der Woche noch das realistische Ziel sein, sofern nichts Einschneidendes passiert. Wofür das Cape Epic aber immer gut ist.

Verkürzte Etappe

Am Montagabend hatten die Organisatoren entschieden, die Etappe von 102 auf 62 Kilometer zu verkürzen und anstatt in Greyton in Caledon zu beenden. Der Grund waren die hohen Temperaturen bis zu 40 Grad, die vor allem den vielen Hobby-Bikern seit Sonntag zum Teil große Probleme bereiten.

„Wir haben mit dem medizinischen Team und den wichtigsten Akteuren ausführlich diskutiert“, erklärte Cape-Epic-Geschäftsführerin Lynn Naudé. „Wir haben über verschiedene Optionen und entschieden, dass dies die fairste und sicherte Option ist.“

Dadurch reduzierte sich auch die Zahl der Höhenmeter von 2350 auf 1500. Ein zweiter, rund 5 Kilometer langer Anstieg fiel dadurch weg.

Angeblich mussten am Montag 70 Akteure medizinisch versorgt werden. Diese Kapazitäten wären im vorgesehenen Zielort Greyton nicht vorhanden gewesen.

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