Absa Cape Epic#4: Dritter Etappensieg für Süss/Stenerhag – Defekt bei Spitz/de Groot

Ein Reifendefekt brachte Sabine Spitz und Robyn de Groot auf der vierten Etappe des Absa Cape Epic ins Hintertreffen. Das Ascendis-Health-Duo erreichte nach 112 Kilometern das Ziel in Elgin mit 3:42 Minuten Rückstand auf Esther Süss/Jennie Stenerhag (Meerendal CBC), die in 5:05:58 Stunden ihren dritten Etappensieg verbuchten. Annie Last und Mariske Strauss (Hansgrohe Cadence-OMX) wurden mit 3:02 Minuten Rückstand Tages-Zweite. 

„Das echte Rennen hat erst bei Kilometer 80 begonnen.“ So apostrophierte Esther Süss das Geschehen auf der längsten Cape-Epic-Etappe des Jahres 2017. Kurz danach begann der Anstieg zum Botrivier-Pass, ein Anstieg, der sich mit kurzen Unterbrechungen bis Kilometer 103 hinaufzog.

Die drei besten Teams der Gesamtwertung waren gemeinsam unterwegs, Ariane Lüthi und Adelheid Morath (Team Spur) hingen etwas zurück und hatten mit dem Kampf um den Etappensieg letztlich nichts mehr zu tun, auch wenn sie bis zur dritten Verpflegungsstelle nur eine knappe Minute hinter Last/Strauss an dritter Stelle lagen.

Reparatur kostet viele Minuten

Doch da war eine Entscheidung schon gefallen. Und sie fiel an diesem fünften Tag nicht sportlich, sondern durch einen Schnitt, den sich Sabine Spitz im Aufstieg in einer Sandpassage an ihrem Vorderreifen bei Kilometer 90 einhandelte. Die Reparatur war schwierig und kostete etliche Minuten.

Damit verloren Spitz und de Groot nicht nur die Chance auf ihren dritten Etappensieg, sondern auch einen Teil der Hoffnung Esther Süss und Jennie Stenerhag in der Gesamtwertung noch abfangen zu können.

Als sich der Defekt ereignete, lagen Spitz/de Groot und Stenerhag/Süss noch gemeinsam an der Spitze und, wie Spitz später verriet, war das just die Phase, die sie sich für einen Angriff ausgesucht hatten.

Famose Aufholjagd

An der dritten Verpflegungsstelle, noch vor dem höchsten Punkt, wurden die Deutsche und die Südafrikanerin dann als Sechste notiert, mehr als fünfeinhalb Minuten zurück. Wenn man bedenkt, dass sie nach ihrer famosen Aufholjagd im Ziel lediglich noch 3:42 Minuten Differenz aufwiesen, lässt sich ermessen: Der Etappensieg und möglicherweise auch Zeitgewinn wäre drin gewesen.

„Wir sind natürlich glücklich über den dritten Erfolg, aber es ist nicht so schön auf diese Art zu gewinnen“, meinte Jennie Stenerhag im Ziel.

„Jetzt wird’s natürlich schwierig“, meinte Sabine Spitz im Blick auf die verbleibenden drei Etappen und 12:40 Minuten Differenz auf Süss und Stenerhag, die gleichzeitig ja nicht den Eindruck machen als würden sie schwächeln.

Ariane Lüthi und Adelheid Morath kämpften sich mit 7:37 Minuten Rückstand erneut auf den vierten Platz, zum vierten Mal seit dem Beginn, büßten aber eben gegenüber den Gesamt-Dritten Last und Strauss noch mal 4:35 Minuten ein.

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