Adelheid Morath: Mit BikesportWorld in die Saison 2017

 

Dass sie auf Specialized umgesattelt ist, konnte man beim Tankwa Trek bereits besichtigen. Jetzt hat Adelheid Morath vollends verraten, in welcher Struktur sie die Mountainbike-Saison 2017 gehen wird. Ein Freiburger Bike-Shop wird die 32-jährige Schwarzwälderin unterstützen, die erst mal von einem „Übergangsjahr“ spricht.

 

Team BikeSportWorld nennt sich die Formation, die im Grunde extra für Adelheid Morath gegründet wurde. Dahinter steckt ein Freiburger Bike-Shop, der auch Specialized-Räder vertreibt. Und dessen Geschäftsführern Andreas Muckenhirn und Hans-Joachim Kleine ist der Wettkampf-Sport nicht fremd.

Im November stand Adelheid Morath ohne Team da. Bei BH-Sr Suntour-KMC hatte sie erst keinen Vertrag mehr angeboten bekommen, dann doch wieder, doch am Ende zerschlug sich alles.

„Ich wusste, dass es so spät kaum noch was werden würde. Mit zwei Teams habe ich zwar noch gesprochen, die haben auch Gas gegeben. Aber letztlich waren die Budgets schon verplant“, gibt Adelheid Morath preis.

Sie sei mit BikeSportWorld ins Gespräch gekommen. „Ich dachte, das passt zu mir“, sagt sie und erzählt, dass zeitgleich der Kontakt zu Ariane Lüthi für einen Start beim Cape Epic zustande kam. Und weil der Bikeshop die Marke Specialized vertreibt und Lüthi auch auf der amerikanischen Bike-Marke fährt, fügte sich das rasch zusammen. Es sei eine ziemliche „Vollgas-Zeit“ gewesen, um alles noch rechtzeitig vor dem ersten Start am vergangenen Wochenende klar zu machen.

Dass die Material-Betreuung praktisch vor der Haustür ist, das klingt zumindest mal ziemlich praktisch.

“Selber mehr Verantwortung übernehmen”

„Ich freue mich mega da drauf. Bei BikeSportWorld sind sie Feuer und Flamme, das motiviert mich“, so Morath. Wichtiger Unterstützer Nummer eins bleibt für die Sportsoldatin die Bundeswehr. Zudem ist auch der Foto-Dienst Sportograf mit auf dem Trikot.

„Es wird alles anders werden als bisher. Ich muss selber mehr Verantwortung übernehmen und mache mir auch mehr Druck. Ich weiß, das ist unser eigenes Ding, aber man braucht auch die Ergebnisse“, meint die aus St. Märgen stammende zweifache Olympia-Teilnehmerin.

Die Weltcup-Rennen, das wurde ihr zugesichert, kann sie unter Betreuung der Nationalmannschaft bestreiten. „Die Bundesliga-Rennen werden für mich vom Aufwand her etwas kleiner ausfallen, dafür bin ich selber verantwortlich. Aber das ist alles machbar“, meint Adelheid Morath, die ja inzwischen schon rund 15 Jahre Erfahrung besitzt.

Die Deutsche Ex-Meisterin sieht 2017 als „Übergangsjahr“. Natürlich will sie versuchen Ergebnisse zu produzieren, die ihr die Türen zu großen Profi-Teams eröffnen. „Das wäre das Ziel“, sagt sie. Und dafür wäre es am besten, sie würde schon im Frühjahr aufhorchen lassen, denn dann hätte sie frühe Argumente für Vertragsverhandlungen.