Afxentia Stage Race: Lindgren schlägt Kulhavy – Gluth auf Rang zwölf

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Emil Lindgren übernahm mit seinem Zeitfahr-Sieg auf der ersten Afxentia-Etappe das Gelbe Trikot. ©Erhard Goller

Der Schwede Emil Lindgren (Giant Pro XC Team) hat zum Auftakt der zweiten Runde des Cyprus Sunshine-Cup das Zeitfahren des 17. Afxentia-Etappenrennes gewonnen. Er siegte acht Sekunden vor Olympiasieger Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) und elf Sekunden vor Henk-Jaap Moorlag (Giant Pro XC). Bester Deutscher war Martin Gluth (Lexware-Rothaus) auf Rang zwölf.

Emil Lindgren hatte 2009 schon einmal das Afxentia-Zeitfahren gewonnen und danach auch die beiden anderen Etappen des Events im Macheras-Gebirge. Dass er in den letzten Wochen mit einem Infekt zu kämpfen hatte, den er sich bei seinem Kind einfing und bis zum Wettkampftag noch Antibiotika nehmen musste, das war dem Skandinavier nicht anzumerken.

Der Schwede war gewohnt explosiv und es war keine Überraschung, dass er Jaroslav Kulhavy schlagen konnte. „Wir haben hart dafür gearbeitet. Es ist schön, hier mit einem Sieg zu starten“, meinte Lindgren.

Der geschlagene Kulhavy nahm es nicht tragisch. „Ich habe mich ein wenig müde gefühlt, weil ich in den letzten Tagen lang und hart trainiert habe. Ich denke, morgen und übermorgen werde ich frischer sein“, kommentierte der Tscheche seinen zweiten Platz.

Henk-Jaap Moorlag war dagegen „sehr, sehr glücklich“ über seinen dritten Rang. Er sei durch das harte Wintertraining fünf Kilo leichter als im Vorjahr. „Ich habe schon im Training gemerkt, dass es viel besser geht. Diesmal kann ich mit den Jungs auch mithalten“, meinte Moorlag.

Gemeinsam mit dem viertplatzierten Fabian Giger (+0:14), der sich im Wettkampf „über einige Fehler“ ärgerte und sich nicht übermäßig gut fühlte, hat das Giant Pro XC Team am Samstag beim Point-to-Point-Rennen über 45,5 Kilometer einige Optionen, um Kulhavy aus der Reserve zu locken.

Auf Rang fünf überraschte der zweitbeste Schweizer. Nicola Rohrbach (Goldwurst-Power-Stöckli) lag 23 Sekunden zurück. „Es war ein bisschen komisch. Vom Gefühl her war ich nicht so schnell, aber das täuscht halt. Für morgen bin ich sehr motiviert“, kommentierte Rohrbach sein Resultat.

Gluth bester U23-Fahrer
Bester Deutscher war Martin Gluth, der 59 Sekunden auf Lindgren (15:46 Minuten) verlor. „Ich war vom Kopf her schon im Renn-Modus und hatte einen guten Flow. Die Leistungsspitzen tun natürlich noch weh. Vor allem wenn es über die Kuppen geht. Aber klar, ich habe auch noch nichts Schnelles trainiert“, meinte Gluth, der bester U23-Fahrer im Feld war.

Der nächste Deutsche ist Christopher Platt, der als 21. (+1:29) immerhin drittbester U23-Fahrer wurde. Louis Wolf (+1:59) und Marcus Nicolai (+2:03) landeten auf den Plätzen 29 und 32.