Afxentia#1: Anne Terpstra überrascht – Spitz auf Position sechs

 

Die Niederländerin Anne Terpstra (Ghost Factory Racing) war beim Auftakt-Zeitfahren der 21. Auflage des Afxentia Etappenrennens auf Zypern die Schnellste. Auf den 14,6 Kilometern von Lefkara nach Skarinou, die mehrheitlich aus Downhill bestanden, landete Sabine Spitz (WIAWIS) mit 47 Sekunden Rückstand auf Position sechs. Von zwei anderen Olympiasiegerinnen gab es keine erfreulichen Meldungen.

 

Für Sabine Spitz war das Resultat erst mal in Ordnung. Ein halbes Jahr nach ihrer schweren Knieverletzung war die Südbadenerin zufrieden. «Es dauert noch ein bisschen bevor ich mit dem Setup am Bike klar komme, aber vom Körpergefühl her ist es das, was ich erwartet habe. Viele Rückschlüsse lässt dieses Zeitfahren aber noch nicht zu», erklärte Spitz.

Beim Schaltvorgang müsse sie sich nach wie vor sehr konzentrieren. „Intuitiv geht das noch nicht“, bekennt die 45-Jährige. Um sich das anzueignen will sie auch die kommenden drei Tage nutzen.

Terpstra: Ich wundere mich

Als Anne Terpstra das Ziel erreicht hatte, war sie weit davon entfernt, an einen Sieg zu glauben. Zu sehr, so meinte sie, musste sie auf den letzten drei Kilometern im Wind leiden. «Ich bin sehr überrascht über den Sieg. Ich habe gar nicht über ein Resultat nachgedacht. Ich wollte für die

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Anne Terpstra unterwegs ins Gelbe Trikot ©Florian Schön/EGO-Promotion

Flachpassage am Schluss Energie sparen, aber es hat nicht ganz geklappt. Deshalb wundert es mich, dass ich die Bestzeit gefahren bin.“

Die Niederländerin wird die zweite Etappe im Gelben Trikot bestreiten. Für Terpstra ist das beim Afxentia eine Premiere.

Alexandra Engens Strategie geht auf

Margot Moschetti (CST Sandd American Eagle) war 12,3 Sekunden langsamer. Die Französin ist nicht als starke Downhill-Fahrerin bekannt. «Aber sie hat viel an der Technik gearbeitet», meinte ihr Team-Chef Bart Brentjens.

Alexandra Engen (Ghost Factory Racing) benötigte nur 0,2 Sekunden weniger und verbuchte gleich zu Beginn einen Podest-Platz. Die Schwedin scheint langsam wieder an ihrer frühere Stärke anknüpfen zu können.

«Das hat Spaß gemacht. Ich hatte eine Strategie, wie ich das Rennen einteilen wollte und das konnte ich genau so umsetzen. Es ist nicht so einfach. Wenn du unten bist, denkst du, jetzt bist du fertig, aber dann geht es noch fünf Kilometer.»

Mit Titelverteidigerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Merida Gunn-Rita) erlitt eine Favoritin Defekt und musste ein großes Stück des Weges mit Plattfuß zurücklegen. Sie verlor 5:25 Minuten auf Terpstra. «Schade, ausgerechnet auf der Etappe mit dem größten Spaßfaktor hatte ich keinen Spaß. Aber so ist das im Rennensport. Ich denke, meine Chancen in der Gesamtwertung sind dahin»

Straßen-Olympiasiegerin Anna van der Breggen (Boels-Dolmans) musste ihren Start absagen. Die Niederländerin ist zwar auf der Insel, ist aber krank geworden.

Die Offenburgerin Verena Huber (jb Brunex-Felt), für die Cross-Country Neuland ist und die technisch noch Nachholbedarf hat, ging die Premiere auf Rang 22 (+3:51) zu Ende. “So viel Downhill, das ist nicht so meins”, meinte Huber.

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