Afxentia#2: Annika Langvad bleibt cool und klettert famos

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“Puh”, durchatmen und dann freuen: Annika Langvad gewinnt die zweite Etappe des Afxentia-Etappenrennens in Lefkara ©Erhard Goller


Mit dem Etappensieg am zweiten Tag des Afxentia Etappen-Rennens im Rahmen des Cyprus Sunshine Cup, übernahm Annika Langvad (Specialized Racing) von Jolanda Neff (Stöckli Pro) das Gelbe Trikot. Dritte wurde Margot Moschetti (Betch.nl Superior-Brentjens).

„Yeah.“ Annika Langvad strahlte über das ganze Gesicht. Besonders freute sie sich nach der Etappe über den Umstand, dass sie sich von Jolanda Neff im Downhill nicht hatte abhängen lassen. Und am Schluss kam ihr bevorzugtes Terrain, ein vier Kilometer langer Anstieg, den sie in famoser Manier bewältigte.

„Ich war mir nicht sicher, ob Jolanda heute nicht so stark ist, oder ob sie eine Konter-Attacke setzen würde. Deshalb habe ich versucht meinen Rhythmus so zu wählen, dass ich noch reagieren konnte. Aber sie konnte mir nicht folgen“, erzählte Langvad, wie sie die Etappe für sich entschied und ins Gelbe Trikot schlüpfte. „Es war so geil heute. Letztes Jahr hat mich Jolanda in den Downhills abgehängt, aber heute konnte ich ihr Hinterrad halten. Ich habe versucht cool zu bleiben und wusste, dass ich am letzten Anstieg stark bin.“

Jolanda Neff machte keinen enttäuschten Eindruck. „Ich bin nicht am selben Punkt wie im letzten Jahr, das weiß ich. Meine Vorbereitung habe ich später begonnen. Das ist keine Entschuldigung, Annika war heute sehr, sehr stark. Gratulation an sie. Ich bin nicht unzufrieden, weil ich weiß warum es so ist“, sagte die junge Schweizerin.
Und dann, an die Adresse von Margot Moschetti (Betch.nl Superior Brentjens), fügte sie hinzu: „Sie war in den Anstiegen sehr, sehr stark, Respekt“. Neff verlor 1:24 Minuten auf Langvad.

Margot Moschetti (Betch.nl Superior Brentjens) bildete nach dem ersten Anstieg mit Neff und Langvad die Spitzengruppe, verlor aber im langen Downhill den Kontakt. „Ich bin dann mein eigenes Tempo gefahren, aber das Gefühl war sehr gut heute“, sagte eine grinsende U23-Vizeweltmeisterin. Sie verlor 2:55 Minuten auf Langvad.

Dahle-Flesjaa mit Defekt-Pech
Kathrin Stirnemann wurde Vierte, 7:40 Minuten zurück. „Ich bin sehr zufrieden damit“, meinte die Haibike-Ötztal-Fahrer aus der Schweiz. Nicht glücklich war sie damit, dass ihre künftige Cape Epic-Partnerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan-Merida) gerade zu dem Zeitpunkt des Rennens einen Reifendefekt hatte, als sie gemeinsam unterwegs waren. „Schade, ich dachte, wir könnten eine Weile zusammen fahren, aber sie hatte direkt nach der zweiten Technischen Zone Plattfuß“, ärgerte sich Stirnemann.

Dahle-Flesjaa hatte dann nach der dritten Technischen Zone einen weiteren Plattfuß und kam mit großer Verspätung ins Ziel.
Tagesfünfte wurde Elisabeth Osl (Ghost Factory Racing) aus Österreich (+9:06).

Ergebnisse