Afxentia#2: Jordan Sarrou mit Etappensieg in Gelb

Am zweiten Tag des Afxentia-Etappenrennens auf Zypern hat sich der Franzose Jordan Sarrou mit dem Tagessieg auf den 52,2 Kilometern mit Start und Ziel in Lefkara ins Gelbe Trikot gefahren. Sarrou gewann mit 51 Sekunden Vorsprung auf den Polen Bartlomej Wawak und 58 Sekunden vor dem Dänen Sebastian Carstensen Fini. In der Gesamtwertung liegen sechs Fahrer innerhalb von 1:10 Minuten.

Es war Auftakt-Sieger Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing), der die zweite Etappe des Afxentia Etappen-Rennens entschied. Allerdings nicht freiwillig. Der olympische Silbermedaillengewinner von Rio 2016 erlitt im längsten Downhill einen Reifendefekt und blockierte dadurch die Fahrer hinter ihm.

Das eröffnete Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC) und Sebastian Carstensen Fini (CST Sandd American Eagle) die Chance zur Flucht.

Das Duo verteidigte seinen Vorsprung von 30 bis 40 Sekunden fast bis zum letzten, teilweise brutalen Anstieg, der etwa fünf Kilometer lang ist. Doch vorher stürzte Carstensen in einer Kurve schwer und verlor den Kontakt zu Sarrou, der als guter Kletterer bekannt ist.

Der Franzose gewann die Etape mit 51 Sekunden Vorsprung auf Bartlomej Wawak (Kross Racing), der Carstensen Fini auf den letzten 50 Metern des Anstiegs einholte. Carsensen Fini kämpfte am Hinterrad des Polen und sicherte sich mit 58 Sekunden Rückstand auf Sarrou den dritten Platz auf dem Podium.

«Als Sebastian gestürzt ist, habe ich einfach versucht im Anstieg alles zu geben, um den Vorsprung zu halten. Ich bin froh über diese Etappe weil ich nach dem Downhill in Führung lag und sehr glücklich über den Sieg. Aber für die Gesamtwertung wird das Cross-Country-Rennen am Sonntag entscheidend sein», erklärte Sarrou.

Carstensen Fini blutend auf Platz drei

Bartlomej Wawak zeigte sich mit seinem zweiten Platz zufrieden, beklagte allerdings, dass sie in der Verfolgergruppe nur zu dritt gearbeitet haben. «Es war wie jedes Jahr hier, der Anstieg nach Lefkara ist super hart. Ich selbst habe mich gut gefühlt und freue mich, dass es aufs Podium gereicht hat.»

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Neutralisierter Start der Herren, Fotoshooting inklusive ©Erhard Goller

Sebastian Carstensen Fini musste nach dem Rennen den Weg ins Krankenhaus antreten. Er blutete am rechten Hinterteil und am Ellbogen. «Vermutlich musste man ein paar Stiche nähen. Der Sturz ist mir passiert weil ich zu nah an Jordans Hinterrad war und den Boden nicht gesehen habe. Ich habe dann versucht den Anstieg so schnell wie möglich zu bewältigen, um den Podiumsplatz zu verteidigen. Ich habe mich die ganze Zeit gut gefühlt.»

Markts Nachführ-Arbeit zahlt sich nicht aus

Wawaks Teamkollege Fabian Giger sieht sich noch nicht ganz da, wo er zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr war. «Aber wir haben es auch mit einem anderen Saisonaufbau zu tun», kommentierte der Vorjahres-Sieger, der mit 1:24 Minuten Rückstand Tages-Achter wurde.

Drei Sekunden vor ihm erreichte Karl Markt (Möbel Märki) das Ziel. Der Österreicher hatte viel Nachführarbeit verrichtet. «Leider hat es sich nicht ausgezahlt», bedauerte Markt. «Aber mit der Form bin ich ganz zufrieden», nickte er.

Kulhavys erfolgreiche Aufholjagd, Litschers schwarzer Tag

Jaroslav Kulhavy verlor durch den Defekt rund zweieinhalb Minuten, aber auf der Verfolgung gab er noch mal richtig Gas. Im finalen Anstieg erreichte er die Verfolgergruppe und wurde schließlich Siebter, eine Minute hinter Sarrou. So wahrte er als Gesamt-Zweiter, nur 13 Sekunden hinter Sarrou seine Chancen im Gesamtklassement.

Thomas Litscher (jb Brunex Felt), am Vortag noch Zweiter im Zeitfahren, büßte durch insgesamt drei Defekte alle Chancen auf eine Top-Platzierung ein. «Ich habe neues Material und jetzt ist der Zeitpunkt um zu testen. Ich konnte das vorher nicht so einschätzen», meinte Litscher, der mit 14 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.

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