Afxentia#3: Fabian Giger übernimmt Gelb – Moritz Milatz auf 14

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Fabian Giger und Luca Braidot machten gemeinsame Sache und gehen auf den Plätzen eins und zwei in die letzte Etappe ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Auch auf der dritten Etappe des Afxentia Etappenrennens auf Zypern spielten die deutschen Cross-Country-Biker keine große Rolle. Moritz Milatz (Kreidler Werksteam) wurde beim Sieg des Italieners Luca Braidot 14, während der Tages-Zweite Fabian Giger das Gelbe Trikot übernahm.

 

Wie erwartet war es der sieben Kilometer lange Single-Trail-Anstieg zum Kionia Picknick-Place, der eine Vorentscheidung brachte. Fabian Giger machte das Tempo und öffnete eine Lücke. Luca Braidot machte sich auf die Verfolgung und gemeinsam erreichten sie den höchsten Punkt, von wo aus es nach einer kurzen Asphalt-Passage in einen gut fünf Kilometer langen, neuen Single-Trail-Downhill ging.

Luca Braidot versuchte sich abzusetzen, kam auch mit zwölf Sekunden Vorsprung unten an der dritten Verpflegungszone an, doch Fabian Giger konnte die Lücke wieder schließen.

Die verbleibenden rund 13 Kilometer profitierte das Duo vom Teamwork und konnte seinen Vorsprung ausbauen. Giger überließ Braidot den Etappensieg und streifte sich selbst das Gelbe Trikot über. Nach 2:00:51 Stunden überquerten sie die Ziellinie in Lythrodontas in der gleichen Sekunde.

 

„Wir konnten zusammenarbeiten, das war ideal um den Vorsprung zu vergrößern. Heute lief alle optimal. Ich habe mich sehr gut gefühlt, verglichen mit dem letzten Jahr muss ich nicht so leiden und ich bin schneller“, kommentierte Giger, „Es ist gut jetzt mehr Abstand nach hinten zu haben“, fügte er im Blick auf die letzte Etappe, einem Cross-Country-Rennen in Mantra tou Kampiou hinzu. Allerdings sind es gegenüber Braidot, den es mit dem Etappensieg auf Rang zwei spülte, auch nur 37 Sekunden.

 

Luca Braidot zeigte sich „sehr erfreut“ über seinen Erfolg. „Ich habe nicht gedacht, dass es möglich ist, hier eine Etappe zu gewinnen. Ich habe im Downhill was versucht, aber Fabian kam wieder zurück und dann haben wir zusammen gearbeitet. Er hat nicht um den Sieg gekämpft, weil er das Gelbe Trikot sicher hatte“, erklärte Braidot.

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Im langen Anstieg, Fabian Giger führt das Feld an, vor Grant Ferguson ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Kulhavy: Zuerst tot und dann auf dem Podium

Eine zehnköpfige Verfolger-Gruppe kämpfte um den dritten Platz auf dem Podium und es war Olympia-Sieger Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing), der den Sprint gewinnen konnte, nur eine Zehntelsekunde vor Mathieu van der Poel (BKCP-Corendon), aber 1:39 Minuten hinter dem Sieger.

„Ich bin stark im Downhill, aber in den letzten zehn Minuten des Anstiegs musste ich langsam machen, ich hatte eine schwierige Phase. Für lange Zeit hatte ich kein Wasser und war völlig tot. So verlor ich rund 30 Sekunden bis zum höchsten Punkt, aber ich konnte im Downhill wieder heranfahren. Jetzt bin ich zuversichtlich für das Cross-Country-Rennen, es geht von Tag zu Tag besser“.

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Sprint um den dritten Platz, von links: Mathieu van der Poel (4.), Marco Fontana und Jaroslav Kulhavy, der ihn gewann ©Thomas Weschta/EGO-Promotion

Im Blick auf die Gesamtwertung, geht Giger mit einem Vorsprung von 37 Sekunden auf Braidot in die letzte Etappe. Grant Ferguson (CST Superior Brentjens) rutschte von Position eins auf drei zurück (+1:37). Der Brite kam in der Verfolgergruppe an zehnter Position ins Ziel, 1:41 Minuten zurück.

Mathieu van der Poel ist jetzt Gesamt-Vierter, 1:48 Minuten zurück, elf Sekunden vor Bartlomiej Wawak.

Schweizer Pech: Vogel stürzt, Rohrbach hat Defekt

Die erste Nachricht aus dem Rennen, war die Aufgabe von Florian Vogel (Focus XC). Der Schweizer, Sieger der ersten Etappe, attackierte am ersten Anstieg, Bartlomej Wawak (Kross Racing) aus Polen folgte ihm. Doch im folgenden Downhill, rutschte Vogel weg und stürzte schwer. Er musste aufgeben. Nach ersten Informationen, sind die Verletzungen aber nicht zu schlimm.

 

Auch Nicola Rohrbach (goldwurst-power/Felt) musste an dritter Position liegend, 15 Sekunden hinter dem Führungs-Duo liegend, in der Mitte des Downhills per Defekt seine Hoffnungen begraben. Er erreichte das Ziel als 19. (+4:25) und verlor auch seinen bis dato guten achten Platz in der Gesamtwertung. Rohrbach geht als 14. in die Schluss-Etappe.

 

Vier Deutsche unter den besten 30

Moritz Milatz erreichte das Ziel in Lythrodontas mit 3:43 Minuten Rückstand als 14. Bis zum Single-Trail-Anstieg war der Freiburger in der Spitzengruppe. „Bis dahin lief es auch ganz gut, aber gegen Ende dann nicht mehr. Im Downhill muss ich mich ans neue Bike erst gewöhnen und die Rennhärte fehlt mir natürlich auch noch“, so Milatz, der sich in der Gesamtwertung auf Platz 18 (+7:17) verbesserte, einen Rang vor seinem Kreidler-Teamkollegen Markus Bauer (+9:07).

Der stürzte heftig und wurde 24. (+4:54). „Das ist halt Rennen fahren. Eigentlich ging es sonst ganz gut heute“, meinte Bauer.

Max Holz (CEP Racing Team) zeigte sich weiter verbessert und erreichte das Ziel auf einem für ihn starken 28. Platz (+7:52), zwischen den beiden ehemaligen U23-Weltmeistern Thomas Litscher und Ondrej Cink (beide Multivan-Merida), die sich nach einer Krankheit allerdings nicht auf der Höhe befinden. Holz verbesserte sich von Platz 40 auf 31 und ist auf dem besten Wege einige, der angepeilten Weltranglistenpunkte zu holen.

Bei Markus Schulte-Lünzum (Focus XC) stand ein 30. Rang zu Buche (+7:55), direkt vor Benjamin Sonntag (ClifBar, +8:23).

Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) kam erneut weit abgeschlagen ins Ziel. Wie schon am Freitag erlitt der Deutsche Meister einen Defekt. «Es ist schwer zu sagen es geht besser, wenn man nicht vorne dabei ist, aber es hat sich tatsächlich besser angefühlt heute», so Fumic, der als 64. ins Ziel kam (+19:19).

 

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