Afxentia#3: Lokomotive Kulhavy nicht aufzuhalten

Auf der Fläche ist er einfach unwiderstehlich: Olympia-Silbermedaillengewinner Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) hat beim Afxentia Etappen-Rennen auf Zypern in Lythrodontas seine zweite Etappe gewonnen und damit das gelbe Trikot von Jordan Sarrou (Fra) zurück erobert. Der Pole Bartlomej Wawak wurde aus einer vierköpfigen Gruppe heraus Dritter.

 

Das Imperium schlägt zurück. Einen Tag nach seinem Defekt-Pech zeigte Olympiasieger Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) auf den 66,2 Kilometern Point-to-Point in Lythrodontas eine beeindruckende Vorstellung. Vor allem auf den letzten sechs Kilometern.

Es war eine acht Fahrer starke Führungsgruppe, die gemeinsam Richtung höchster Punkt der Etappe kletterte. Kurz bevor es in den langen Single-Trail hinab zum Mantra tou Kampiou ging, wurde um die beste Position gesprintet.

Jaroslav Kulhavy gewann, gefolgt von Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC). Dahinter ging Bartlomej Wawak in den Trail, doch er konnte dem Weltklasse-Duo nicht folgen und es riss eine vorentscheidende Lücke auf, während sein Teamkollege Fabian Giger durch einen Reifendefekt alle Chancen verlor.

Kulhavy und Sarrou fuhren zusammen bis zum letzten, kurzen aber steilen Anstieg. Dann attackierte der Tscheche.

Kulhavy-Show auf den letzten sechs Kilometern

«Ich habe bemerkt, dass Jordan in den kurzen Anstiegen immer wieder ein paar Sekunden verlor. Deshalb habe ich im letzten hart attackiert und die Lücke gerissen», erklärte Kulhavy wie er die Entscheidung im Kampf um den Etappensieg herbei führte.

Die letzten sechs Kilometer waren eine echte Kulhavy-Show. Er fuhr wie eine Lokomotive, nahm Sarrou noch 1:01 Minuten ab und holte sich damit das Gelbe Trikot zurück. «Flachpassagen sind meine große Stärke. Ich bin sehr froh über meine Leistung, das ist ziemlich wichtig vor der Cape Epic.» Soll heißen: es gibt die Gewissheit, dass er mit der Vorbereitung in der richtigen Spur ist.

Jordan Sarrou bekannte, dass gegen den marschierenden Tschechen kein Kraut gewachsen ist. «Ich wusste, ich muss an seinem Hinterrad bleiben, aber als ich es dann verloren habe, hatte ich keine Chance mehr. Er war zu stark. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden», sagte Sarrou.

Wawak erobert Rang drei

1:21 Minuten hinter Kulhavy kämpfte eine vierköpfige Gruppe um den dritten Platz auf dem Podium. Es war Bartlomej Wawak, der unter «lauter toten Männern» (Zitat Becking) die meisten Reserven übrig hatte. Er gewann den Sprint vor den Niederländer Hans Becking (CST Sandd American Eagle) und dem Österreicher Karl Markt (Möbel Märki), der sich erneut stark präsentierte.

Bartlomej Wawak zeigte sich «eigentlich zufrieden» Er habe sich gut gefühlt «und versucht erneut ums Podium zu kämpfen. Ich bin ganz zuversichtlich vor der letzten Etappe», so Wawa

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Spitzengruppe mit Kulhavy, Markt (4), Wengelin und Skarnitzl, Sarrou ist verdeckt. ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

k.

Becking erleidet frühen Defekt und kommt zurück

Kulhavy geht mit einem Vorsprung von 50 Sekunden in die letzte von vier Etappen. An dritter Position liegt Jan Skarnitzl (Cze, Sram Mitas Trek), der 1:47 Minuten zurück ist. Skarnitzl wurde in Lythrodontas Sechster.

Hans Becking schob sich auf den vierten Rang. Er hatte nach 20 Kilometer bereits einen Defekt zu beklagen, bekam aber von Teamkollege Grant Ferguson das Laufrad und kämpfte sich zurück in die Spitzengruppe.

Ferguson laboriert an einem Infekt und kann deshalb nicht agieren wie er gern möchte.

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