Afxentia#4: Skarnitzl Etappensieger – Giger verteidigt Gelb

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Fabian Giger, hier in Front der Spitzengruppe in der ersten Runde. Auch Julian Schelb war da (3. Position) noch dabei. ©Erhard Goller

Fabian Giger (Giant Pro XC) hat seinen Vorjahres-Erfolg wiederholt und sich den Gesamtsieg beim Afxentia-Etappenrennen geholt. Schweizer landete am Schlusstag hinter Jan Skarnitzl und Ondrej Cink auf dem dritten Rang. Julian Schelb (Multivan-Merida) wurde Tagessiebter und verlor seinen vierten Platz. Er wurde trotzdem starker Gesamt-Sechster.

Das abschließende Cross-Country-Rennen am Mantra tou Kampiou Picknick-Platz war beeinflusst von der Gesamtwertung. Fabian Giger versuchte seine Führung zu verteidigen. „Die Etappe heute war nicht so wichtig. Ich habe mich an Ondrej Cink orientiert und versucht ihn zu halten“, erklärte Giger sein Verhalten in der siebenköpfigen Spitzengruppe.

Cink (Multivan-Merida) griff zu Beginn an, wurde jedoch wieder eingeholt. „Ich habe dabei wohl ein bisschen zu viel Kraft verbraucht und ein paar Runden gebraucht, bis ich mich davon erholt habe“, bekannte Cink.
Unterdessen beschleunigte sein Landsmann Jan Skarnitzl in der dritten von fünf Runden (per 5,7km plus Startloop of 4km) und entkam.

„Ich bin gewohnt im Wind zu trainieren. Vielleicht war das ein Vorteil, als ich alleine vorne war. Ich war ein bisschen angefressen die letzten Tage weil mein Bike immer noch am Flughafen in Wien feststeckt. Und auch wegen der beiden letzten Tage mit den technischen Problemen. Deshalb bin ich froh, dass meine gute Form jetzt in einem Resultat niedergeschlagen hat“, erklärte Skarnitzl.

Die Lücke zu den Verfolgern wuchs. „Am Ende ist mein Gelbes Trikot durch Skarnitzl beinahe noch in Gefahr geraten. Er war wirklich sehr, sehr stark. Letztlich haben wir es geschafft und ich bin sehr glücklich meinen Vorjahressieg wiederholt zu haben. Mein Ziel in diesem starken Feld war das Podium, dass ich jetzt gewonnen habe, ist perfekt“, erklärte Fabian Giger, der Unterstützung von seinem Teamkollegen Emil Lindgren hatte.

Cink kommt zurück
Überraschenderweise war es Ondrej Cink, der seine Kraft wiederfand. „Ich habe an der Feed-Zone eine Cola genommen und dann ging es wieder“, erzählte Cink. Er schloss zur Verfolgergruppe auf und griff Ende der vorletzten Runde an. Mit einer starken Schlussrunde holte er sich mit genau einer Minute Rückstand auf Skarnitzl den zweiten Platz.
„Natürlich bin ich glücklich mit meinem zweiten Platz in der Gesamtwertung. Ich denke, meine Form ist gut“, meinte Cink.

Landsmann Skarnitzl konnte durch seinen Tagessieg von sechsten auf den zweiten Platz nach vorne fahren. Er überholte dabei Marco Fontana (Ita, Cannondale Factory Racing), Florian Vogel (Sui, Scott-Odlo) und Julian Schelb (Ger, Multivan-Merida).

Florian Vogel verlor seinen dritten Platz und war am Ende Gesamtvierter. Trotzdem zeigte sich Vogel sehr angetan von seinem ersten Auftritt beim Afxentia Etappenrennen. „Ich muss sagen, das waren vier schöne Tage. Die Etappen waren nicht zu lang, so dass man sich nicht kaputt gefahren hat. Ich mag das Konzept und die Strecken mit den Trails haben Spaß gemacht. Man hat hier einen guten Job gemacht“, kommentierte Vogel. Auch mit seiner persönlichen Performance war er zufrieden. „Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.“

Vogel wurde Tagesfünfter, 1:13 hinter Skarnitzl und fünf Sekunden hinter Emil Lindgren (Swe), der Vierter wurde, eine Sekunde hinter Fabian Giger.

Schelb: Viel weiter als im letzten Jahr
Julian Schelb musste sich indes den großen Namen vor ihm doch noch geschlagen geben, auch wenn er einige Topleute wie die Teamkollegen José Hermida und Rudi van Houts oder auch BMC-Fahrer Lukas Flückiger hinter sich ließ.

Dennoch konnte er den sechsten Gesamtrang als Erfolg verbuchen. „Es wäre schön gewesen, wenn ich heute auch noch mal hätte mithalten können. Dafür war ich jedoch zu müde von den letzten Tagen. Aber insgesamt lief es super für mich. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Verfassung“, sagte Schelb, der als Sechster bester U23-Biker im Feld war und viele Weltranglistenpunkte mitnahm.

Sein Coach Ralph Näf stimmte zu. „Das war schon sehr gut. Wir sind viel weiter als im letzten Jahr und hängen nicht so hinterher wie letztes Jahr“, meinte der Schweizer zu seinem Schützling.

Man muss das Resultat als Solches zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht allzuhoch hängen, aber dennoch ist es besser – ohne gezielte Vorbereitung auf den Event – schon so weit vorne mitmischen zu können. Schelb schreibt das vor allem auch dem Umstand zu, dass er ohne Krankheit durch den Winter gekommen ist.
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