Alpentour-Trophy#3: Geismayr baut Führung aus – Kaufmann Achter

FOTO | Die Teamkollegen Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner verfehlten zwar den Etappensieg, verbesserten am dritten Tag der Alpentour-Trophy aber ihre Ausgangsposition ©reginastanger.com

Bei der Alpentour-Trophy hat Bergkönig Daniele Mensi (Soudal-Leecougan) seinen ersten Etappensieg gefeiert. Der Italiener gewann die dritte Etappe über den Hauser Kaibling über 53 Kilometer und 2200 Höheneter sechs Sekunden vor dem Centurion-Vaude-Duo Hermann Pernsteiner und Daniel Geismayr, der seine Gesamtführung auf 2:06 Minuten vor Alban Lakata (Topeak-Ergon) ausbauen konnte. Bester Deutscher war erneut Markus Kaufmann (Centurion-Vaude), der als Achter (+2:20) eine Sekunde schneller war als Moritz Milatz vom Kreidler Werksteam. Bei den Damen war Angelika Tazreiter (Polizei SV Graz) erstmals die Schnellste, Christina Kollmann (Texpa-Simplon) verteidigte 1:31 Minuten zurück ihre Führung in der Gesamtwertung.

 

Bereits kurz nach dem Start drückten Daniel Geismayr, Daniele Mensi und Auftakt-Etappensieger Simon Stiebjahn (Team Bulls) aufs Tempo und bildeten ein Spitzentrio bis es in den rund zwölf Kilometer langen Anstieg zum Hauser Kaibling ging. So richtig weit weg kamen sie allerdings nicht.

Zirka 30 Sekunden nahmen sie in den Berg hinein mit. Mensi nutzte den Vorteil um sich zum dritten Mal in Serie die Bergwertung zu sichern, Geismayr ließ es etwas moderater angehen und Stiebjahn wurde bald von den Verfolgern geschluckt.

Bei denen kurbelten auch Moritz Milatz, Markus Kaufmann, Alban Lakata und Hermann Pernsteiner.

Der versuchte mal die Lücke zu Geismayr zu schließen, ohne dabei Gesamtwertungskonkurrent Lakata mitzunehmen. Milatz und Kaufmann gingen da mit, doch letztlich wurden sie ihren Verfolgern wieder eingeholt. Dann attackierte Pernsteiner ein zweites Mal und schaffte es zu Geismayr aufzuschließen. Mit 26 Sekunden Rückstand auf Mensi passierten sie die Bergwertung, während dahinter ein vierköpfige Gruppe mit Kaufmann, Hans Becking (CST Sandd American Eagle), Samuele Porro und Christian Cominelli mit 1:42 Abstand den höchsten Punkt des Tages überquerten.

Milatz verpasst den Anschluss

„Ich wusste nicht, was auf mich zukommt und dachte es geht noch weiter hoch. Deshalb habe ich da zehn Sekunden Rückstand gehabt, die ich dann nicht wieder schließen konnte“, erklärte Milatz.

Am letzten Anstieg, der knapp acht Kilometer vor dem Ziel begann, flog die Gruppe auseinander. In der Abfahrt zum Ziel konnte Milatz noch mal zu Markus Kaufmann aufschließen.

„Ich bin zweimal kurz falsch gefahren“, berichtete Milatz. „Aber es ging heute schon besser als gestern. Das hätte ich nicht gedacht.“ Deshalb sei er eigentlich ganz zufrieden.

Kaufmann: Abstand wird immer kleiner

Markus Kaufmann, der bis zum Montag im Höhentrainingslager war, konstatierte, dass es bei ihm „von Tag zu Tag besser“ ginge. „Mein Abstand nach vorne wird immer kleiner, deshalb bin ich ganz zufrieden.“

Vorne konnte Mensi den ersten Etappensieg feiern und Pernsteiner und Gaismayr sechs Sekunden dahinter ihre Position in der Gesamtwertung deutlich verbessern.

Geismayr geht mit 2:06 Minuten Vorsprung auf Lakata in das abschließende Bergzeitfahren an der Planai. Der Vize-Weltmeister verlor als Tages-Siebter 1:46 Minuten auf Mensi und war in den Kletterpartien bisher immer etwas schwächer als Geismayr.

Pernsteiner liegt nur 33 Sekunden hinter Lakata auf Rang drei, während Mensi mit schon 7:52 Minuten Abstand Moritz Milatz vom vierten Rang verdrängte. Der Freiburger ist jetzt mit 9:50 Minuten Differen Fünfter, Markus Kaufmann liegt auf Position 7 (+13:40:

 

Damen: Bettina Janas beste Deutsche

Bei den Damen wurde Angelika Tazreiter für ihre mutige Attacke in der Bergwertung belohnt. „Heute war es echt eine harte Partie, ich habe hinauf beim Bergsprint so hart attackiert. Danach hab ich gedacht es geht nicht mehr, aber ich wollte es ins Ziel bringen“, wird Angelika Tazreiter in einer Pressemitteilung des Veranstalters zitiert.

 

Gesamt-Leaderin Christina Kollmann hatte zu kämpfen heute:“Heute war ein ziemlich schwerer Tag für mich! Am halben Weg den Hauser Kaibling hinauf bin ich explodiert, ich hatte nichts mehr zum Trinken. Da habe ich irrsinnig kämpfen müssen, bergab konnte ich zum Glück wieder einiges gut machen. Der letzte Gegenanstieg hat sich dann nochmals ziemlich gezogen. Ich bin zufrieden, dass ich den Rückstand in Grenzen halten konnte.“

Christina Kollmann geht mit einem Vorsprung von 11:16 Minuten in die Schluss-Etappe. Angelika Tazreiter liegt auf Platz zwei im Gesamtklassement vor der erneuten Tages-Dritten Margot Moschetti (CST Sandd American Eagle +38:27 min), Janka Keseg-Stevkova (SVK, +55:22 min) und Janine Schneider (Cube bikes, +56:45 min).

Beste Deutsche an diesem dritten Tag war Bettina Janas (Sportograf.com), die mit 14:39 Minuten Rückstand als Fünfte das Ziel erreichte, 58 Sekunden vor Janine Schneider, die an der Bergwertung noch 26 Sekunden vor Janas gelegen hatte.

Abschluss-Etappe über 14 Kilometer

Das Bergzeitfahren an der Planai hinauf zur Schafalm führt über 14 Kilometer und 1300 Höhenmeter mehr oder weniger den Berg hinauf, den die alpinen Skifahrer im Winter beim Weltcup-Slalom herunter kommen.

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