Andalucia Bike Race#5: Weltmeister Ferreira zurück im Leaderjersey

 

Das Wechsel-Spiel beim Andalucia Bike Race ging auch auf der fünften Etappe weiter. Weltmeister Tiago Ferreira (DMT Racing) löste nach 103,7 Kilometern in Linares den Italiener Samuele Porro (Trek-Selle San Marco) als Spitzenreiter wieder ab. Der Etappensieg ging, zeitgleich mit Ferreira, an Pedro Romero (GR1Independiente), während Porro in der Verfolgergruppe als Sechster 3:19 Minuten Rückstand aufwies.

Diesmal konnten auch seine Teamkollegen Alexey Medvedev und Fabian Rabensteiner nicht mehr helfen. Zwischen Kilometer 60 und 70 konnte sich Ferreira mit Romero aus der Spitzengruppe lösen. Das Duo war sich einig und holte Sekunde um Sekunde heraus.

Am Tag zuvor hatte Marathon-Weltmeister Ferreira durch einen frühen Defekt den Anschluss verloren. Zwar hatte ihm Teamkollege Jiri Novak ausgeholfen, doch der Zug vorne war schon abgefahren und damit auch das am Vortag* erworbene Leaderjersey wieder weg.

Vor der sechsten und letzten Etappe über 49,3 Kilometer mit Start und Ziel in Linares führt Ferreira mit 1:59 Minuten Vorsprung auf Porro, der wiederum 3:33 Minuten vor seinem Teamgenossen Fabian Rabensteiner liegt.

Damen: „Kopflos“ war gar nicht schlecht

Janine Schneider (Cube) erwischte wieder einen besseren Tag. Dabei war die längste Etappe des diesjährigen Andalucia Bike Race gar nicht gut losgegangen. Nach fünf Kilometern, das Rennen war auf Feldwegen sehr schnell angefahren worden, sorgte ein leichtes Touchieren eines anderen Bikes dafür, dass die Kette von der Kassette fiel und verklemmte.

Das warf sie erst mal weit zurück. An der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 40 hatte sie sich wieder bis auf Rang 9 nach vorne gearbeitet. „Einfach kopflos“ sei sie nach vorne gefahren, beschreibt Schneider ihre Aufholjagd. Doch es war nicht die schlechteste Strategie, denn als ihr die Kräfte langsam schwanden, da entdeckte sie Sandra Santanyes vor sich. Das motivierte sie von Neuem und schließlich endete die Aufholjagd auf Position vier.

Schneller als die Spitze

Tatsächlich hatte sie von der ersten Zwischenzeit, als sie 7:11 Minuten zurück lag, sogar gegenüber der Siegerin Raiza Goulao Zeit gut gemacht. Kurz vor dem Ziel passierte sie auch noch die Italienerin Elena Gaddoni und dann hatte die U23-Fahrerin aus Lottstetten nur noch 6:38 Minuten Rückstand auf Goulao.

Dadurch schob sie sich in der Gesamtwertung von Position 7 auf sechs, 54:01 Minuten hinter Goulao, die zeitgleich mit Karen Brower (KMC-Fruit to Go) ins Ziel kam, aber ihren vierten Etappensieg in Folge feiern konnte.

„Jetzt bin ich ziemlich durch“, stöhnte Schneider im Ziel. Aber auf der letzten Etappe könnte sie mit der gleichen Tagesform sogar noch Platz vier angreifen. Sandra Santanyes liegt nur 1:58 Minuten vor ihr, Rocio Martin als Fünfte sogar nur 20 Sekunden.

Ergebnisse

*Der Betreiber dieses Blogs, (also: ICH, Erhard Goller) hat vorgestern einfach versäumt den „Publish“-Button zu drücken und damit den Bericht von der dritten Etappe an diesem Tag dämlicherweise nicht veröffentlicht….Grrr.