Bike Transalp#5: Ein heftiger Sturz bringt Vorentscheidung

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Nein, nach der fünften Etappe hatte Topeak-Ergon 1 keinen Grund zum Jubeln. Im Gegenteil: Kristian Hynek (links) stürzte schwer, so dass er mit seinem Partner Alban Lakata wohl alle Chancen auf den Gesamtsieg einbüßte. ©Miha Matavz/Bike Transalp

 

Bei der Bike Transalp ist auf unglückliche Art und Weise eine Vorentscheidung gefallen. Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner (Centurion-Vaude 2) gewannen ihre vierte Etappe in Folge, diesmal 2:43 Minuten vor Wilier Force 1 mit Tony Longo und Johnny Cattaneo, die Titelverteidiger Jochen Käß und Markus Kaufmann (Centurion-Vaude 2) auf Rang drei verwiesen*. Auf dem Weg von Bormio nach Mezzana stürzte Kristian Hynek vom zweitplatzierten Team Topeak-Ergon 1 auf die Schulter und kämpfte sich nur mühsam in Richtung Ziel. Mit 9:21 Minuten Rückstand erreichte er das Ziel an der Seite von Partner Alban Lakata als fünftes Team.

 

Wie in den Tagen zuvor, waren es auch auf dem fünften Tages-Abschnitt Centurion-Vaude 2 und Topeak-Ergon, die am zweiten langen Anstieg des Tages in Führung lagen, diesmal vor Centurion-Vaude 1.

Doch zu Beginn der folgenden Abfahrt, etwa bei Kilometer 52, stürzte Kristian Hynek und verletzte sich an der Schulter. Gehandicapt und mit Schmerzen fuhr er die verbleibenden gut 30 Kilometer zwar zu Ende, doch die Qual war letztlich nutzlos.

Nach Untersuchungen im Hospital kam mit der Diagnose das Aus: Ein Bruch des rechten Schlüsselbeins, wenn auch klein und vermutlich auch angerissene Bänder in der Schulter.

„Ich habe gleich gedacht, dass ich das Schlüsselbein gebrochen habe, jedoch gehofft, dass es vielleicht doch nur eine ausgekugelte Schulter ist und wir vielleicht weiterfahren können“, erklärte Hynek, warum er die Strapazen noch auf sich genommen hatte.

„Am meisten frustriert es mich für Alban und das Team“, bekannte Hynek, der schon das Cape Epic verletzt aufgeben musste.

Eine kurze Unachtsamkeit, gepaart mit einem Stein, verborgen im Gras, versuchte einen Abgang über den Lenker.

Pernsteiner: So wollten wir den Fight um den Sieg nicht beenden

Der Sturz des WM-Dritten und die damit verbundene kleine Vorentscheidung überschattete den vierten Tagessieg in Folge von Centurion Vaude 2.

„Das ist natürlich sehr schade. Man sieht, wie schnell das Rennen eine Wendung nehmen kann. So wollten wir den Fight um den Sieg natürlich nicht beenden. “ erklärte Hermann Pernsteiner im Zielinterview.

*Platz zwei und drei im Tagesklassement wurden im Foto-Finish ausgemacht. Johnny Cattaneo und Tony Longo waren, anders als in einer ersten Version des Teasers, knapp schneller als Markus Kaufmann (GER) und Jochen Käß (GER) von Centurion Vaude 1.

Die Gesamtdritten Karl Platt (GER) und Urs Huber (SUI) vom Team Bulls 1 verloren als Tagesvierte (3:59.01,1) ebenfalls viel Zeit im Kampf um die Transalp-Krone (+6.51,3). Weil Topeak-Ergon 1 aufgeben wird, rückt Bulls mit 12:52 Minuten Rückstand an die zweite Stelle. Dritte sind dann Centurion-Vaude 1 mit 22:10 Minuten Differenz.