Bike Transalp#5: Sprint-Finish in Trento

FOTO | So klar wie hier war es am Donnerstag nicht, aber ihren dritten Etappensieg haben sie dennoch gefeiert: Hermann Pernsteiner und Daniel Geismayr ©Miha Matavz/Bike Transalp

Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner von Centurion-Vaude haben auf der fünften Etappe der Bike Transalp powered by Sigma ihren dritten Etappensieg eingefahren. In einem spannenden Sprint gewannen sie die 82 Kilometer lange Etappe von Kaltern am See nach Trento im Photo-Finish gegen Kristian Hynek und Jeremiah Bishop (Topeak-Ergon). Tages-Dritte wurden Johnny Cattaneo/Diego Cargnelutti (Wilier Force) mit 2:06 Minuten Differenz.

Das zweite Centurion-Vaude-Duo (Jochen Käß/Markus Kaufmann) geriet durch einen Defekt in Schwierigkeiten, rettete mit vier Minuten Rückstand allerdings noch den zweiten Gesamtrang, 26 Sekunden vor Hynek/Bishop

 

Wie schon in den Tagen zuvor erwiesen sich die beiden Teams von Centurion-Vaude als die stärksten Kletterer. Im fast 20 Kilometer langen Anstieg (ab km15) zum Gfrillner Sattel ließen Geismayr/Pernsteiner und Käß/Kaufmann den Rest der Konkurrenz zurück.

Bei Kilometer 31 hatten sie einen Vorsprung auf Hynek/Bishop von etwa einer halben Minute.

Doch dann erlitt Markus Kaufmann im Anstieg einen Vorderrad-Defekt. „Das ist ja eher ungewöhnlich“, meinte Jochen Käß, „und das Loch war so groß, dass wir Schwierigkeiten hatten es zu reparieren.“

Die dreifachen Transalp-Sieger verloren viel Zeit. Immerhin: Nach einer starken Jagd hielten sie den Rückstand noch so in Grenzen, dass sie den zweiten Gesamtrang behalten konnten.

„Wenn uns in den nächsten nichts passiert, können wir Rang zwei sicher behaupten“, so Käß, „die letzten Tage liefen ganz gut.“

Der Ofterdinger attestierte seinen beiden österreichischen Teamkollegen aber, dass sie „schon die Stärksten“ im Feld seien.

Geismayr und Pernsteiner bekamen noch mal Gesellschaft von Bishop und Hynek. Am zweiten Anstieg zum Monte Calisio kam es zu keiner Entscheidung, so dass der Kampf um den Etappensieg im Sprint entschieden wurde.

„Photo-Finish“ steht dabei aber nur für den knappen Ausgang, Zielfotos gab es wohl nicht. Das Kampgericht sah im Duell zwischen Kristian Hynek und Hermann Pernsteiner, den Tschechen ganz leicht im Nachteil, so dass die Etappe an das Gelbe Trikot ging.

 

Einen geradezu rabenschwarzen Tag erwischte Karl Platt vom Team Bulls 1. Der Transalp-Rekordsieger kam von Anfang an nicht mit, so dass Teamkollege Urs Huber warten musste. Das Backup-Team Martin Frey/Tim Böhme konnte auch nicht helfend eingreifen, so dass Platt/Huber am Ende über 30 Minuten und damit auch Gesamtrang 4 verloren.

Sie sind jetzt Neunte, einen Platz vor Böhme/Frey, und die Chancen aufs Gesamt-Podium dahin.

„Karl und Martin leiden nach der Laufpassage von vorgestern an Muskelkater. Das ist bei Karl sicher nicht die einzige Erklärung. Klar, dass wir uns einen Platz auf dem Podium vorgenommen haben, aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Chapeau, was Centurion-Vaude hier für ein Niveau zeigt, eine Überraschung ist das allerdings nicht“, kommentierte Bulls-Team-Manager Friedemann Schmude.

Süss und Stenerhag marschieren weiter – Ulrich/Schwindlings Siegeszug gestoppt

Bei den Damen sind Esther Süss und Jennie Stenerhag (Meerendal) weiter ungefährdet und steuern auf das Doppel Cape-Epic- und Transalp-Sieg in einem Jahr zu. Sie gewannen auch die fünfte Etappe, diesmal 22:05 Minuten vor Lorenza Menapace und Naima Diesner (Valdisole Bikelands/Scott Girls) und 23:48 Minuten vor Cyclopedia/Dani Schnider mit Sabina Compassi/Melanie Alexander.

In der Mixed-Kategorie wurde die Siegesserie von Silke Ulrich/Sascha Schwindling (Herzlichst Zypern) gestoppt. Das Saarländer Duo führt aber die Gesamtwertung weiter mit über einer Stunde Vorsprung an.

Der Tagessieg ging an das CrocSports Team der Finninen Juha Kauppinen/Sini Alusniemi vor der Deutsch-Schweizer Paarung Verena Huber und Nicolas Fischer von jb Brunex-Felt.


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