BiketheRock platzt aus allen Nähten: Nicht nur die Weltmeisterin kommt

FOTO: Das BiketheRock schickt auch 2017 wieder ein illustres Damenfeld auf die Reise ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Noch mehr Prominenz: Acht Herren aus den Top Elf der Weltrangliste, sieben Damen aus den Top 15. So viel Weltklasse wird sich zum Auftakt der MTB-Bundesliga 2017 am 30. April in Heubach versammeln. Specialized kommt zur 17. Auflage mit Weltmeisterin Annika Langvad und Rio-Silbermedaillengewinner Jaroslav Kulhavy und eine Ex-Weltmeisterin, auf die man sich beim BiketheRock besonders freut. 

 

Das Event-Gelände platzt langsam aus allen Nähten. Arg viel Platz haben sie in dem Kessel, der im Volksmund „Stellung“ genannt wird, ja nicht, die Heubacher. Aber dieses Jahr ist alles noch extremer. „So viele Anfragen hatten wir noch nie“, schüttelt Organisationsleiter Eckhard Häffner den Kopf. Die Schwierigkeiten für alle Teams einen Platz zu bekommen, wirft jedoch auch ein erfreuliches Schlaglicht auf die Anziehungskraft des Events.

Das BiketheRock gilt als facettenreicher Event mit feinsinnigem Humor und Schmunzel-Faktor, aber bestimmt nicht als Einer, der auffällig Goldketten um den Hals und Rolex am Handgelenk trägt. Doch was sich auf seiner Startliste versammelt, damit könnte man auf der Ostalb allerdings schon protzen.

Auch für die 17. Auflage meldet das BiketheRock einen illustren Kreis an internationalen Top-Fahrern. Dass Julien Absalon (BMC Racing) dort aufkreuzt ist fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden und bereits bekannt. Seit 2008 taucht er bereits zum achten Mal in Heubach auf.

Bei Jaroslav Kulhavy, London-Olympiasieger und Rio-Zweiter von Specialized Racing, ist das nicht ganz so Routine, doch der Tscheche wird am 30. April erneut versuchen das Podium zu erklimmen und endlich mal Teil der besonderen Atmosphäre bei der BiketheRock-Siegerehrung zu sein.

Gold-Trophy-Gewinner Mathias Flückiger (Radon Factory XC) ist das 2015 als Zweiter schon gelungen und er dürfte ein Sieganwärter sein, genauso wie Florian Vogel (Focus XC), der in Heubach immer gut ausgesehen hat – nicht nur bei seinen drei Siegen.

Die Spanier David Valero und Pablo Rodriguez von MMR, beide schon zu Gast auf einem Weltcup-Podium, sind sicherlich kein sportliches Füllmaterial.

 

Herzens-Sache: Irina Kalentieva kehrt zurück

Weltmeisterin Annika Langvad (Specialized Racing) hat die gleiche Anzahl an Siegen beim Kult-Event unterhalb der Ruine Rosenstein gesammelt. Sie gehört im Regenbogen-Jersey zu den Prunkstücken des BiketheRock 2017.

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Irina Kalentieva bei ihrem zweiten und bis dato letzten Sieg in Heubach. Das war 2007 und vor Chengyuan Ren ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Die Schweizerin Alessandra Keller (Radon Factory XC) hat sich im Vorjahr in die Weltklasse gefahren und dieses Jahr schon angedeutet: Es könnte noch besser werden.

Von einer „Herzens-Sache“ schreibt die Pressemitteilung des BiketheRock im Blick auf Irina Kalentieva (Möbel Märki). Die Russin hat von Beginn ihrer Karriere Anfang der 2000er viele Jahre im nahen Aalen-Wasseralfingen gelebt und wurde in Heubach quasi eingemeindet, zur Lokalmatadorin gemacht.

Nach ihrem Wohnort-Wechsel hat sie sich viele Jahre rar gemacht, doch jetzt reist sie mit ihrem Schweizer Team wieder an. „Ich freue mich schon riesig auf das BiketheRock“, sagt die zweifache Ex-Weltmeisterin mit einem breiten Grinsen im Gesicht. 2012 war sie zuletzt dort am Start gewesen.

Deutsche Hoffnungsträger: Morath und Milatz

Aufgrund von Verletzungen im vergangenen Jahr gehört sie, wie auch Pauline Ferrand Prevot (Canyon Sram) noch nicht zu den sieben Damen aus den ersten 15 der Weltrangliste, die in Heubach am Start stehen werden.

Die deutschen Hoffnungen werden von Adelheid Morath (Bikesportworld) und Moritz Milatz (Kreidler Werksteam) getragen. Beide haben für das BiketheRock sehr viel übrig, Milatz konnte es 2012 sogar gewinnen. Als letzter deutscher Fahrer. Bei den Damen liegt das sogar neun Jahre zurück und es war: Ivonne Kraft.

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