BMC Racing Cup Gränichen: Lukas Flückiger gewinnt – Milatz auf Platz zwölf

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BMC-Doppelsieg: Lukas Flückiger gewinnt in Gränichen vor Julien Absalon ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Der WM-Zweite Lukas Flückiger (BMC Racing) hat in Gränichen das vierte Rennen um den BMC Racing Cup gewonnen. Flückiger besiegte seinen Teamgefährten Julien Absalon mit einer Sekunde Vorsprung. Dritter wurde Multivan-Merida-Fahrer Thomas Litscher (+1:00). Europameister Moritz Milatz (BMC Racing) wurde als bester Deutscher Zwölfter (+3:26) vor Julian Schelb (Lexware-Rothaus), der als 13. (+3:34) drittbester U23-Fahrer war.

Lukas Flückiger, der am Donnerstag noch das Profi-Rennen GP Aargau gefahren war, schien davon gut erholt. Er übernahm auf dem technisch anspruchsvollen 4,55-Kilometer-Kurs schon in der ersten Runde mit das Kommando.
In der zweiten Runde fuhr er einen Vorsprung von 15 Sekunden auf die Verfolger heraus, bei denen Teamkollege Julien Absalon taktisch geschickt abwartete und dann in der dritten Runde eine kleine Schwäche von Fabian Giger (Giant XC Pro) nutzte, um sich abzusetzen und die Lücke zu Lukas Flückiger zu schließen.

Beide einigten sich auf Teamwork und so gelang es dem Duo in Abwesenheit von Weltmeister Nino Schurter, den Vorsprung auf eine Minute auszubauen.
„Julien hat gemerkt, dass ich an einigen Passagen etwas stärker bin. Ich kenne die Strecke natürlich und das ist hier ein Vorteil. So haben wir uns geeinigt bis zur letzten Runde zusammen zu arbeiten, auch um Kräfte Dann haben wir in der letzten Runde um den Sieg gekämpft“, erzählte Lukas Flückiger im Ziel.

„Der Sieg bestätigt mir, dass ich meine Form von den Weltcup-Rennen halten konnte“, freute sich Lukas Flückiger.
Julien Absalon sprach von einem „taktisch perfekten Rennen“ und wünschte sich eine ähnliche Zusammenarbeit am kommenden Samstag beim Weltcup im Val di Sole (It). „Dann vielleicht mit umgekehrten Ergebnis“, lachte der Franzose.

In der Verfolgergruppe setzte sich schließlich Thomas Litscher durch. Der Multivan-Merida-Biker hatte sich Tage zuvor bei einem Trainingssturz Prellungen an der Hüfte zugezogen, die ihn in der ersten Phase des Rennens etwas behinderten.
„Das hat in den Rücken reingezogen und als ich mich ein wenig entspannt hatte, ging es besser. Ich habe dann zu einem schnellen Rhythmus gefunden“, berichtete Litscher, der in der fünften Runde zur Verfolgergruppe um Fabian Giger, Lokalmatador Matthias Stirnemann aufschloss und in der letzten Runde dann erfolgreich den Angriff von Giger konterte.

Stecker gezogen: Milatz fällt von Rang sechs auf zwölf zurück

Moritz Milatz war bis in die fünfte von acht Runden gemeinsam mit Thomas Litscher auf dem Vormarsch und nur noch ein paar Sekunden von der Verfolgergruppe entfernt. „Ich habe mir schon überlegt, wie ich das taktisch jetzt mache, weil ja zwei von BMC vorne waren. Dann hat es mir auf einmal den Stecker gezogen“, erklärte Milatz.

Anstatt mit Litscher um Rang drei zu kämpfen, fiel Milatz noch auf Platz zwölf zurück.
„Keine Ahnung, was da passiert ist. Das kam so plötzlich. Vielleicht habe ich das Gel zu spät genommen, vielleicht war es das Training. Oder der Heuschnupfen“, rätselte Milatz.
Er konnte nicht mehr dagegen halten und kam nur acht Sekunden vor Julian Schelb ins Ziel. Der war „richtig happy“, dass ihm mal wieder ein gutes Rennen gelungen war. „In den letzten beiden Runden war ich nah am Krampf. Aber ich bin sehr zufrieden. Endlich konnte ich im Stehen mal wieder richtig Vollgas fahren“, so Schelb.
Teamkollege Martin Gluth wurde 19., Wolfram Kurschat (Topeak-Ergon) landete auf Platz 21.
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