BMC Racing Cup Gränichen: Neff erneut dominant – Spitz auf Platz zwei

150607Gränichen_Neff_by Lynn Sigel
Jolanda Neff fährt ein einsames Rennen an der Spitze. Foto: Lynn Sigel

Jolanda Neff (Stöckli Pro Team) hat beim BMC Racing Cup in Gränichen (HC) ihren nächsten Sieg gelandet. Die Weltranglistenerste fuhr wieder einen Start-Ziel-Sieg ein und gewann 5:32 Minuten vor Sabine Spitz, die von Defekten bei Irina Kalentieva (Möbel Märki) und Eva Lechner (Colnago-Südtirol) profitierte, während Lokalmatadorin Kathrin Stirnemann (Haibike-Ötztal) als Dritte überraschte.

Es war wieder ein Rennen wie aus einem Guss: Jolanda Neff ließ auch in Gränichen keinen Zweifel an ihrer aktuellen Dominanz. Und weil sie derzeit scheinbar keine Gegnerin hat, suchte sie sich eine andere: Die Zeit. Im Vorjahr waren es 3:30 Minuten, in diesem Jahr schraubte sie ihren Vorsprung bis ins Ziel nach 25,2 Kilometern auf sagenhafte 5:32 Minuten.

Jolanda Neff auf dem Weg zum neunten Sieg in Folge. Foto: Lynn Sigel
Jolanda Neff auf dem Weg zum neunten BMC Racing Cup Sieg in Folge. Foto: Lynn Sigel

„Immer ein bisschen steigern, das war schon das Ziel“, sagte die Thalerin lachend zu ihrem neunten Triumph im BMC Racing Cup in Folge. „Diese Woche habe ich ein wenig Ruhe gemacht. Darum hatte ich genug Energie für heute. Ich freue mich sehr, nächste Woche gehen wir nach Baku und die Form stimmt so weit“, kommentierte sie weiter. „Die Strecke hier ist fantastisch, wie gemacht für mich. Schön technisch und schöne Anstiege. Die Atmosphäre ist toll.“

Sabine Spitz: Die Hufe haben gebrannt
Hinter ihr wurde es richtig spannend. Erst hatte die Russin Irina Kalentieva (Möbel Märki) an zweiter Stelle liegend Pech mit einem Hinterrad-Defekt und in der letzten Runde brachte auch der Italienerin Eva Lechner (Colnago-Südtirol) die zweite Position kein Glück. Auch sie hatte einen Reifendefekt, so dass die Deutsche Sabine Spitz profitierte und als Zweite über die Ziellinie fuhr.

Konnte vom Pech ihrer Konkurentinnen profitieren: Sabine Spitz. Foto: Lynn Sigel
Konnte vom Pech ihrer Konkurentinnen profitieren: Sabine Spitz. Foto: Lynn Sigel

„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Als ich das zweite Mal den Asphaltberg hoch gefahren bin, da haben mir schon ziemlich die Hufe gebrannt und ich dachte, was das wohl wird. Aber ich bin dann meinen Rhythmus gefahren, nie über dem Limit und habe von Irinas und Evas Plattfüßen profitiert“, so Spitz, die solch heiße Temperaturen liebt.

Nur sieben Sekunden hinter ihr kam Lokalmatadorin Kathrin Stirnemann ins Ziel. Das war überraschend nach den vergangenen Wochen, in denen sie mit Lungenproblemen zu kämpfen hatte. Und auch überraschend, weil ihr die Startphase misslang. Eher untypische für die Eliminator-Weltmeisterin. „Ich war eingeklemmt und musste absteigen. Dann bin ich einfach meinen Speed gefahren. Das war vielleicht auch gut so. Ich habe nie überdreht, wegen der Hitze. Mir fällt jetzt ein riesiger Stein vom Herzen“, erklärte Stirnemann. „Die Stimmung hier ist gewaltig, das war mega schön.“

Starke Aufholjagd von Brandau
Bemerkenswert aus deutscher Sicht auch die Leistung von Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing). Sie fuhr von Rang 33 nach einer Runde noch um 20 Plätze nach vorne. „Ich habe diese Woche schon gemerkt, dass es aufwärts geht“, so Brandau, die mit 9:48 Minuten Rückstand 13. wurde. Dabei war sie vor allem nach Gränichen gekommen, weil ihre Teamfahrerin, die Juniorin Mirjam Kuhn dort starten wollte.
Hanna Klein (BH Sr Suntour-KMC) wurde 23. (+16:18).

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