BMC Racing Cup Gränichen: Noch mal auf den Zahn fühlen

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Lukas Flückiger vor Julien Absalon, das war 2013 die Reihenfolge in Gränichen ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

0 Weltranglistenpunkte können sich man und frau am Sonntag durch einen Sieg beim BMC Racing Cup in Gränichen verdienen. Die Rennen der HC-Kategorie, die per Livestream übertragen werden, bilden den Schlusspunkt unter die erste Saisonhälfte. Auch für Adelheid Morath, Julien Absalon oder Fabian Giger.

Die Weltranglistenpunkte sind ein Argument. Und die modern angelegte Strecke in Gränichen ist es auch.
Ein Argument sich noch einmal am Riemen zu reißen und die letzten Tropfen Energie aus dem Körper zu pressen, bevor es in die wohl verdiente Pause und den Neu-Aufbau für die zweite Saisonhälfte geht.

Adelheid Morath (Sabine Spitz-Haibike) konnte 2013 in Gränichen gewinnen, ein wenig begünstigt vom Pech bei Esther Süss (Wheeler-iXS), bei der sich – klar in Führung liegend – die Kette so heftig verklemmte, dass sie das in der Tech-Zone beheben lassen musste.

Die „guten Erinnerungen“ an den Sieg und der Umstand, dass Gränichen die Heimat von Teamkollegin Kathrin Stirnemann ist, sind die speziellen Gründe für Adelheid Morath am Sonntag an den Start zu gehen.

Auch zu Beginn der Woche laborierte die Freiburgerin noch an den Folgen des Sturzes von Albstadt. „Ich fühle mich schon ein wenig ausgebrannt“, bekennt Adelheid Morath. Sie hat fünf Wettkampf-Wochenenden hinter sich.
„Eigentlich beginnt meine Pause schon diese Woche, aber ich werde in Gränichen noch mal präsent sein und so gut wie möglich fahren“, sagt die 29-Jährige.

Ob sie in den Kampf ums Podium eingreifen kann, wird sich erst nach dem Start um 12.45 Uhr weisen. Trotz des ungünstigen Termins hinter zwei Weltcups und der EM steht mit Jolanda Neff (Liv Pro XC), deren Teamkollegin Maja Wloszczowska, Irina Kalentieva (Rusvelo/Möbel Märki), sowie den beiden Lokalmatadorinnen Esther Süss und Kathrin Stirnemann hochkarätiges Personal an der Startlinie.

Herren: Wer da wohl wem auf den Zahn fühlen wird?

Bei den Herren kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden EM-Kontrahenten Julien Absalon (BMC Racing) und Fabian Giger (Giant Pro XC). „Ich werde sicher nicht so gut vorbereitet sein“, sagt Absalon, „wenn möglich werde ich eher Lukas Flückiger helfen.“
Der EM-Zweite Fabian Giger hofft, „Absalon noch mal auf den Zahn fühlen zu können“, gibt sich aber auch unsicher darüber, was von der Top-Form nach den Wochen der Wahrheit noch übrig bleibt.

Und Lukas Flückiger, der im Vorjahr – mit Unterstützung von Teamkollege Absalon – das Rennen in Gränichen gewinnen konnte? „Mir fehlt im Moment die Fähigkeit extrem lange im roten Bereich fahren zu können, wenn es darauf ankommt“, erklärt Flückiger. Das gilt meistens für die ersten ein, zwei Runden.
„Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Vielleicht hat das Cape Epic mehr beeinflusst, als ich dachte“, rätselt er.

Dass es sich am Sonntag „um 180 Grad drehen wird“, das halte er für unwahrscheinlich.
Florian Vogel (Scott-Odlo) hat bis zu seinem Sturz, inklusive Sattelbruch, in St. Wendel um Bronze gekämpft. Daher kann seine Form nicht schlecht sein und mit einem guten Resultat in den Neu-Aufbau zu gehen, das dürfte Motivation genug sein.
Mathias Flückiger (Stöckli Pro) ist nach überstandener Krankheit auch ein Kandidat für ein Podest-Resultat.

Deutsche Biker stehen bei den Herren nicht auf der Startliste.

Den Livestream findet man hier