BMC Racing Cup Muttenz: Neff und ihre Fußball-Mannschaft

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BMC Racing Cup Muttenz: Neff und ihre Fußball-Mannschaft

Jolanda Neff hat beim Finale des BMC Racing Cup in Muttenz dominiert und den Gesamtsieg eingefahren. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von Liv Pro XC gewann vor Linda Indergand (Strüby BiXS) und Katrin Leumann (Ghost Factory Racing). Nina Wrobel (Merida-Schulte) wurde Zehnte.

Zweiter Gesamtsieg in diesem Jahr, fünfter Saisonsieg im BMC Racing Cup, elfter Sieg in einem UCI-Rennen 2014, erster BMC-Gesamterfolg in der Elitekategorie und 55. Erfolg in der Schweizer Serie. Bei Jolanda Neff weiß man mittlerweile gar nicht mehr, wo man anfangen und aufhören soll mit der Statistik.

Sie war auch in Muttenz eine eigene Liga. Die vorzeitige Weltcup-Gesamtgewinnerin duellierte sich in der ersten von sieben Runden noch mit Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan-Merida). Als es nach dem Anstieg in die technische Passage ging, da bemerkte Neff, dass die Norwegerin immer wieder durchdrehte. „Ich ging vorbei und hatte am Ende der Passage einen kleinen Vorsprung“, erzählt Neff.

Sie passiert mit sieben Sekunden Differenz auf Dahle-Flesjaa die Zeitmessung. Neffs Mutmaßung, dass die Rekord-Weltcupsiegerin danach einen Zwischenfall gehabt haben müsste, weil sie zu den nächsten Verfolgern Katrin Leumann (Riehen) und Linda Indergand (Silenen) zurück fällt. Doch das trifft nicht zu.

„Nein, es ist nichts passiert. Mir war klar, dass ich nach so vielen Wochen Wettkampfpause das Tempo nicht würde mithalten können. Aber es war wichtig dieses Rennen zu haben“, erklärte Dahle-Flesjaa, die für den Rest des Rennens mit den beiden Schweizerinnen unterwegs ist, genauso wie Jolanda Neff alleine an der Spitze fährt und ihren Vorsprung immer weiter ausbaut. Nach 42,9 Kilometern sind es in 1:36:55 Stunden genau fünf Minuten und das obwohl die 21-Jährige in der vorletzten Runde noch einen Defekt erleidet.

„Ich habe es noch mal spannend gemacht“, sagt sie lachend. Und: „Jetzt kann ich meine fünfte Fußballmannschaft zusammen stellen“ im Blick auf den 55. Sieg. Neff hat als genügend Gründe zum Lachen.

Indergand mit bestem Resultat
Auch Linda Indergand strahlt im Ziel. Im Sprint bezwingt die U23-Fahrerin ganz locker Lokalmatadorin Katrin Leumann und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa und wird Zweite. Das ist ihr bisher bestes Resultat im BMC Racing Cup. „Im Anstieg hatte ich jede Runde Mühe, aber ich habe mir gesagt, dass ich unten unbedingt dran sein muss und dann gekämpft“, berichtet Indergand.

So hält sie den Anschluss und verweist Katrin Leumann auf Rang drei. Die ist damit ebenfalls sehr zufrieden. „In den letzten Wochen hat das Selbstvertrauen gelitten. Deshalb bin ich sehr froh, dass es so gut lief. Mit dem dritten Rang vor meinem Publikum kann ich gut leben“, sagt Leumann.
Die Gesamtwertung geht an Jolanda Neff, die klar vor der Tages-Fünften Kathrin Stirnemann (Gränichen) und Andrea Waldis (Morschach) gewinnt. Stirnemann hatte sich nach Höhentraining „gar nicht mehr erwartet“ und war nicht unzufrieden.

Wrobel braucht bis der Motor läuft
Nina Wrobel hatte in den ersten beiden Runde Mühe. „Am Anfang lief der Motor noch nicht so. Hinten raus war es ganz gut und ich konnte in meiner Gruppe Tempo machen, auch wenn das taktisch vielleicht nicht so gut war“, erklärte Wrobel. „Ich habe nach der DM eine Pause gebraucht. Aber jetzt kann ich mich wieder richtig belasten.“
Im Finish verlor sie gegen Michelle Hediger und Maaris Meier den Kampf um Rang acht.

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