BMC Racing Cup Muttenz: Perfektes Drehbuch für Ralph Näf

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Besser hätte sein letztes Rennen in der Schweizer Serie nicht laufen können: Ralph Näf gewinnt Finale und Gesamtwertung ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Mit dem Sieg von Ralph Näf ist das Finale des BMC Racing Cup in Muttenz bei Basel zu Ende gegangen. Im Reitstadion Schänzli siegte der BMC-Fahrer mit 28 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatador Nicola Rohrbach (Goldwurstpower.ch/Felt) und 30 Sekunden vor Lars Forster (Wheeler-iXS). Sein Sieg bescherte Näf gleichzeitig den Gesamtsieg

Es war matschig, es war der Muttenz-Hattrick und sein erster Gesamtsieg im BMC Racing Cup. Und ziemlich sicher auch sein Letzter, denn Ralph Näf hat in Muttenz das letzte Cross-Country-Rennen seiner Karriere in der heimischen Schweiz bestritten. Den Matsch hatte er sich in seiner letzten Saison, „einmal noch“ gewünscht und der 35-Jährige hatte ihm bekommen.

In der zweiten Runde bildete sich bei den Herren eine vierköpfige Spitzengruppe, Nicola Rohrbach hing an fünfter Stelle zehn Sekunden dahinter, doch Mitfavorit Lukas Flückiger war nicht dabei. „Es ging heute von Anfang an nicht“, bekannte Flückiger, der schließlich Vierter wurde.

Während Matthias Stirnemann (Möbel Märki) und Martin Gujan (Novux-OMX) im Matsch Probleme mit ihrer Schaltung bekamen und aus der Spitzengruppe zurückfielen, schaffte Nicola Rohrbach in der vierten Runde den Anschluss an Lars Forster (Wheeler-iXS) und Ralph Näf (BMC Racing).

Näf hielt sich zugunsten von Lukas Flückiger zurück. „Ich habe gehofft, dass Lukas noch mal kommt“, erklärte Näf. Doch als das in der fünften von sechs Runden (á 6km) noch immer nicht der Fall war, griff Näf an der einzigen Steigung im Kurs an. „Ich habe nicht mehr nach hinten geschaut, auch später nicht. In solchen Momenten gibt es keinen Blick zurück“, so Näf.

Das Leiden des Ralph Näf: Zum Glück bald vorbei

Kein Blick zurück, dieses Bild passt zum Abschied von Ralph Näf, der in Muttenz sein letztes Cross-Country-Rennen auf Schweizer Boden bestritt. Und er gestaltete ihn erfolgreich Dass es noch das Matsch-Rennen war, das er sich noch gewünscht hatte, vollendete das Geschehen im Reitstadion Schänzli zu einem perfekten Drehbuch.

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Ralph Näf: Dreckige Freude über seinen Sieg beim letzten XC-Rennen auf Schweizer Boden. ©Erhard Goller

Sichtlich bewegt kommentierte Ralph Näf seinen dritten Schänzli-Sieg in Folge und den Gesamtsieg. „Ich habe meinen Rücktritt nicht bereut. Auch heute, als ich so leiden musste, dachte ich: zum Glück ist das bald vorbei. Ich freue mich aber, dass ich zum Schluss immer noch vorne dabei sein kann und wenn es ein Sieg wird, ist das umso schöner.“

Rohrbach: Mit Sieg-Absichten angetreten

Nicola Rohrbach kam 28 Sekunden später ins Ziel und kurzfristig leicht enttäuscht, dass es für ihn nicht zum Heimsieg gereicht hat. „Ich habe am Anfang im Getümmel vor dem Singletrail den Zug verpasst und

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Zweiter beim Heimrennen: Nicola Rohrbach ©Erhard Goller

habe dann versucht sauber zu fahren. Ich wusste, dass man die Schaltung mit viel Wasser spülen muss und ich habe auf die richtigen Reifen gesetzt“ so Rohrbach. „Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, ich bin hier mit Sieg-Absichten angetreten. Aber Platz zwei hier bei meinem wichtigsten Unterstützer, das ist auch nicht schlecht. Ich denke, ich bin ein gutes Rennen gefahren.“

Bei Goldwurstpower freute man sich über das tolle Rennen, das der Langenbrucker Rohrbach seinem Heimpublikum geboten hatte.

Lars Forster hatte zweimal Probleme mit seinem Klickpedal und deshalb auch den Anschluss verloren. Beinahe konnte er in der Schlussrunde noch mal zu Rohrbach aufschließen, doch es reichte nicht mehr ganz.

„Platz drei und die Leistung sind schon okay. Im Blick auf die Heimreise von Übersee war ich mit meiner Verfassung ziemlich zufrieden“, kommentierte Forster, der zwei Sekunden hinter Rohrbach das Ziel erreichte.

Näf holte sich zum Abschluss seiner Karriere zum ersten Mal den Gesamtsieg vor seinen BMC-Teamkollegen Lukas Flückiger und Julien Absalon.

 

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