BMC Racing-Cup: Schurters Sprintsieg gegen Absalon, Solosieg von Süss

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Nino Schurter gibt Julien Absalon das Nachsehen. ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion


Weltmeister Nino Schurter (Scott-Swisspower) hat beim BMC Racing Cup in Lugano-Tesserete ein weiteres Mal ein enges Duell mit Doppel-Olympiasieger Julien Absalon (BMC Racing) gewonnen. Dritter wurde dessen Teamkollege Martin Fanger, während Moritz Milatz nur 14. wurde. Bei den Damen gelang Esther Süss ein Solo-Sieg.

Und sie schenkten sich tatsächlich wieder einmal nichts, die beiden Konkurrenten, die sich schon recht oft höchst dramatische Duelle im Weltcup und bei anderen Gelegenheiten geliefert haben. Wieder einmal musste im Sprint die Entscheidung fallen, wer an diesem Tag der bessere von beiden ist. Nur kurz hatten die beiden Rennfavoriten nach dem Start Begleiter geduldet. Lukas Flückiger (BMC Racing) hätte vielleicht länger mitreden können, aber ein platter Reifen bremste ihn schon in der ersten Runde aus. Martin Fanger, der schließlich Dritter wurde, war anfangs mit dabei, und auch Vorjahressieger Moritz Milatz, der jedoch in der vierten Runde eine Reifenpanne hatte und auch das ungewohnte sonnige Wetter nicht gut verkraftete. Da hatten sich Schurter und Absalon schon nach vorne abgesetzt und bekämpften sich bis zum Schluss. Am U-Turn zum Ziel hin gab es noch eine kritische Situation, als es bei Schurters riskantem Überholmanöver zum Köperkontakt kam, doch hielt sich die Rangelei in den Grenzen des Erlaubten.

Absalon tröstete sich schnell über den entgangenen Sieg hinweg, denn er hatte mit seinem neuen BMC-Twentyniner in diesem Rennen für ihn sehr wichtige Erfahrungen gesammelt: „Ich freue mich sehr darüber, dass ich mit dem tollen neuen Bike in den Abfahrten so super mit Nino mithalten konnte. Zuvor war er in den Downhills immer schneller als ich. Jetzt ziehe ich für die anstehenden großen Rennen viel Selbstvertrauen aus dieser Erfahrung. Und ich weiß, dass meine Form stimmt.“ Auch Schurter zeigte sich beeindruckt von Absalons neuer Tempohärte in den Bergabpassagen.

Das Elite Herrenrennen in Lugano war nicht nur im Spitzenduo ein Duell der großen Teams BMC Racing und Scott Swisspower. Bis zum achten Rang sind mit einer Ausnahme nur Fahrer dieser beiden Mannschaften zu finden.

Moritz Milatz konnte nicht wie erhofft in das Duell der zwei Koryphäen eingreifen. „Es war zu heiß für mich“, twitterte der Freiburger BMC-Biker. Und dann erlitt er, wie sein Teamkollege Lukas Flückiger auch noch einen Defekt. Flückiger reichte es aber immerhin noch zu Platz sechs, wärend Milatz mit Rang 14 vorlieb nehmen musste.

Esther Süss lässt nichts anbrennen
Im Rennen der Damen fand Esther Süss (Wheeler-IXS) quasi vom Start weg ihren Rhythmus. Sie setzte sich früh im Rennen von ihren größten Konkurrentinnen ab und fuhr einem nie gefährdeten Sieg entgegen. Nach fünf Runden erreichte sie in 1:17:49,9 mit einem komfortablen Vorsprung das Ziel. Katrin Leumann (Ghost Factory Racing) folgte auf dem zweiten Platz mit fast einer Minute Rückstand. Der dritte Podestplatz gehörte Kathrin Stirnemann (Sabine Spitz Haibike Pro Team), Die Britin Britin Annie Last (Trek Factory Racing) versuchte zum Schluss noch aufzuholen, musste sich aber mit dem vierten Platz begnügen.

Siegerin Esther Süss fühlte sich bei ihrem einsamen Rennen an der Spitzenposition sehr gut, ging aber auch kein Risiko ein: „Wenn ich antreten kann, können andere das auch. Man darf sich nicht auf einen Vorsprung verlassen. Deshalb habe ich das Tempo hoch gehalten.“ Katrin Leumann war ganz zufrieden mit dem zweiten Platz und führte zwei Handicaps als Begründung für ihren Rückstand an: „Meine Beine waren nicht das Problem, aber meine Lunge: Bei dem Pollenflug heute fiel mir das Atmen etwas schwer. Außerdem habe ich hartes Training für den Weltcup absolviert.“

Das Rennen der Junioren entschied der Franzose Hugo Pigeon (Velococ laplesse) für sich. Er hatte im Ziel zwölf Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Dominic Grab (Grab-Credo/VC Maur). Den dritten Podestplatz sicherte sich Neilo Perrin-Ganier (Focus Rotor Coaching-system) aus Frankreich. Bei den Juniorinnen siegte Alessandra Keller (Strüby MTB Kader) vor der Französin Laura Charles (Focus Rotor Coaching-system) und Mallory Barth (JB Felt Team).

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