BMC Racing Cup Solothurn: Wildhaber gewinnt den Sprint vor Gluth

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Mit “Nino” auf dem Podium: Martin Gluth (links) wurde Zweiter hinter Marcel Wildhaber und vor Nino Schurter.


Scott-Swisspower-Fahrer Marcel Wildhaber hat in Solothurn den Eliminator Sprint gewonnen. Martin Gluth (Lexware-Rothaus) wurde Zweiter vor XC-Weltmeister Nino Schurter (Scott-Swisspower).

„Geil, ich steh’ mit Nino auf dem Podium.“ Martin Gluth machte aus seiner Freude keinen Hehl. Dabei stand er genau genommen sogar über ihm.
Wie kam es dazu?

Der 960 Meter lange Kurs hatte es in sich. „Das ist kein Spaß, das tut ganz schön weh“, meinte Nino Schurter schon vor dem Halbfinale. Das bezog sich nicht zuletzt auf die letzten 200 Meter auf tiefem Boden im Schanzen-Graben, wo vielfach die Entscheidung fiel. 100 Meter davon bildeten auch die Startgerade und es war nicht unwichtig, welche Linie man durch die Wasserlöcher wählte, am Start, wie im Ziel.
Cross-Country-Weltmeister Schurter hatte zum ersten Mal einen Eliminator Sprint richtig ernst genommen. Prompt stand der Eidgenosse im Finale der besten Vier. Dort erwischte er einen ganz schlechten Start und war nach der Startgerade am Schluss des Quartetts, während Teamkollege Marcel Wildhaber die Führung übernahm.

Der Cross-Spezialist hatte schon die Qualifikation als Schnellster abgeschlossen und dominierte jeden seiner Läufe. Die Strategie vom Start weg vorne zu fahren und die Position zu verteidigen ging auch im Finale auf.

Schmutz’ Attacke endet mit Sturz – Schurter’s Angriff auch
Hinter ihm kam Martin Gluth an zweiter Stelle an die Treppe hinter der St. Ursen-Kathedrale. Gluth, der im vergangenen Jahr in Solothurn den Sprint gewonnen hatte, wurde von Pascal Schmutz (Goldwurstpower/Stöckli) auf der Treppe angegriffen, doch als es unten um die Kurve ging, da stürzte Schmutz.
Gluth hatte Glück, dass er nicht touchiert wurde und auch Schurter schaffte es schadlos an Schmutz vorbei. „Ich konnte grade noch ausweichen. Dann wollte ich Gluth in der nächsten Kurve angreifen. Allerdings habe ich dabei einen Fehler gemacht und bin selbst gestürzt“, so Schurter. „Aber ich bin sehr zufrieden, dass es so gut lief. Die Weltcup-Sprints werde ich nicht fahren, aber vielleicht kann ich bei der EM in Bern auch den Sprint fahren.“

Wildhaber zieht durch
Wildhaber jubelte über seinen souveränen Sieg. „Echt geil“, meinte er und ballte die Faust. „Ich wusste nicht, wie die Form ist, aber ich konnte jeden Lauf super durchziehen“, sagte der knapp 28-Jährige, der nach der Cross-Saison eine Pause eingelegt hatte.

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Die richtige Linie: Marcel Wildhaber beim Start vor Martin Gluth und Pascal Schmutz

„Das war echt geil heute“, strahlte Martin Gluth, „für die Sportler war die Strecke echt klasse. Marcel hat am Start die beste Linie gehabt. Ich habe noch mal versucht mich ran zu beißen, bin aber nicht komplett ran gekommen. Trotzdem bin ich voll zufrieden, Marcel war heute stärker, ich habe das Beste draus gemacht.“

Das kleine Finale gewann BMC-Fahrer Lukas Flückiger. „Im Halbfinale war ich zu langsam“, meinte Flückiger, „im kleinen Finale ging es ganz easy.“ 200 Meter vor dem Ziel überholte er Sprint-Vizeweltmeister Miha Halzer (Energijateam) aus Slowenien und sicherte sich Rang fünf.
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