„Brutal cool“: Federspiel gewinnt City-Sprint in Imst

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Daniel Federspiel gewinnt den Sprint im Imst vor Thomas Litscher (links) und Sepp Freiburghaus ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Der WM-Dritte im Eliminator-Sprint hat in Imst den 1. City-Sprint gewonnen. Daniel Federspiel vom Ötztal-Scott Racing Team besiegte Multivan-Merida-Biker Thomas Litscher und Sepp Freiburghaus von Thömus. Sprint-Vize-Weltmeister Mihal Halzer wurde Vierter.

Daniel Federspiel nutzte in den Straßen von Imst seinen Heimvorteil aus. Im Finale der besten Vier, das über drei Runden führte und rund drei Minuten dauerte, hielt er sich bis zum letzten kurzen Anstieg zurück.
„Ich wusste, das wird lang, da muss man taktisch fahren“, erklärte Daniel Federspiel.

Nachdem Miha Halzer (Energija) schon früh den Anschluss etwas verlor und Sepp Freiburghaus durch einen kleinen Fahrfehler den Kontakt verpasste, hielt Thomas Litscher das Tempo von vorne hoch. Federspiel blieb bis zum entscheidenden Moment im Windschatten und hatte dann genügend Reserven, um an Litscher vorbei zu sprinten.
„Brutal cool“, fand der Österreicher seinen Sieg vor einer ansehnlichen Kulisse in seinem Heimatort.

Thomas Litscher, der wie Federspiel im Trikot des nationalen Sprint-Meisters antrat, war nicht allzu enttäuscht. „Klar, ich war ein bisschen zu viel im Wind. Aber es hat sich ausgezahlt fürs Podium, ich bin zufrieden mit dem zweiten Rang. Es ist ja schon eine Weile her, dass ich einen Sprint gefahren bin und es war ganz gut, um mal wieder rein zu kommen in den Modus“, erklärte Litscher, der auch noch etwas an Spritzigkeit vermisst.

Sepp Freiburghaus, der seit dem Bundesliga-Rennen in Bad Säckingen an einer Erkältung laboriert, war unter diesen Umständen auch zufrieden mit Rang drei. Er musste zudem die Qualifikation zweimal fahren, nachdem die Zeitmessung nicht gestimmt hatte.
„Unter diesen Umständen bin ich zufrieden. Nach dem kleinen Fehler habe ich die Lücke nicht mehr schließen können“, so Freiburghaus, der 2012 in Nove Mesto den Weltcup-Sprint gewonnen hatte.

Die Läufe vor dem Finale wurden jeweils über zwei Runden ausgetragen. Alle deutschen Fahrer schieden spätestens im Viertelfinale aus.

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Schöne Zuschauerkulisse beim Sprint-Spektakel in Imst ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion