Bundesliga Gedern: Anne Terpstra dominiert – Felicitas Geiger überrascht

FOTO |Nur in der ersten Runde sah man Cherie Redecker ganz vorne. Anne Terpstra, dahinter, übernahm die Führung und gab sie nicht mehr ab ©Erhard Goller

 

 

Beim zweiten Bundesliga-Rennen der Saison in Gedern, hat die Niederländerin Anne Terpstra wie erwartet das Damen-Rennen gewonnen. Sie gewann klar vor der Südafrikanerin Cherie Redecker. Auf Position drei erreichte eine ehemalige Junioren-Nationalfahrerin, mit der niemand gerechnet hatte, auch sie selbst nicht.

 

Wie erwartet dominierte die Niederländische Meisterin Anne Terpstra (Ghost Factory Racing). In der knapp zwei Kilometer langen Startrunde und der ersten kompletten Runde machte die Südafrikanerin Cherie Redecker das Tempo. Und investierte da wohl ein wenig zu viel. Als Anne Terpstra das Zepter übernahm, konnte Redecker nicht mehr mithalten.

„Vielleicht war es ein bisschen zu viel und ich habe dafür bezahlt. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärte Redecker, die mit 3:37 Minuten Rückstand auf Terpstra (1:35:58) das Ziel erreichte.

„Cherie war bergab nicht ganz so stark und so habe ich versucht vor ihr in den Trail zu kommen. Es ist auf dieser Strecke sowies besser, wenn man vorne fährt“, meinte Anne Terpstra. Das tat sie dann auch für den Rest des Rennens und baute ihren Vorsprung immer weiter. Auch vom einsetzenden Regen ließ sie sich nicht aus dem Konzept bringen.

„Die Strecke ist richtig cool“, sagte sie lachend. „Fast wie in Holland.“ Mit ihrer Verfassung sei sie eine Woche vor dem Weltcup in Nove Mesto „fast zufrieden“, weil irgendwas könne man ja immer verbessern.

Geiger hat wieder Lust bekommen

Eine faustdicke Überraschung auf Rang drei war Felicitas Geiger. Die Fahrerin vom Haibike-KMC Team in Wombach hatte voriges Jahr im Sommer eigentlich ihr Karriere-Ende erklärt. Aber, so erzählte sie, weiter trainiert, „zum Spaß“ und dann im Frühjahr im Angesicht der Bilder in den sozialen Medien wieder Lust bekommen. „Dass es so gut gehen würde, damit habe ich natürlich nicht gerechnet“, strahlte Geiger, die 7:05 Minuten Rückstand hatte.

Bundesliga-Titelverteidigerin Hanna Klein (Superior Bikes) war mit ihrem Rennen nicht ganz zufrieden, das sie als Vierte mit 7:32 Minuten Rückstand beendete. „Das war nichts. Ich bin nicht an das ran gekommen, wovon ich gedacht hatte, es wäre da.“

Klein profitierte etwas davon, dass Antonia Daubermann (Global Fine Art/Stevens) die lange auf Rang drei lag, mit einem Defekt am Schaltwerk aus den vorderen Rängen zurückfiel.

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