Bundesliga Gedern: Eine Favoritin, die Titelverteidigerin und ein Talent

FOTO | Anne Terpstra führt die Startliste der Damen in Gedern an ©Florian Schön/EGO-Promotion

 Die niederländische Meisterin muss man an der zweiten Bundesliga-Station in Gedern am Sonntag als Favoritin einschätzen, auch wenn die Ghost-Bikerin davon selbst eher nichts wissen will. Beim Damen-Rennen darf man neben Bundesliga-Titelverteidigerin Hanna Klein (Superior Bikes) auch auf Cherie Redecker und zwei Fahrerinnen von Head Ciclo gespannt sein.

 

Zehn verschiedene Rennen in Europa splitten die Starterfelder an diesem Wochenende in kleinere Partitionen. So ist die internationale Beteiligung beim zweiten Bundesliga-Rennen der Saison in Gedern auch nicht besonders hoch. Zumal man in Hessen als C2-Rennen auch gegen HC-Rennen (Obertraun) und C1-Rennen konkurriert. Und im Grunde auch schon gegen die Rennen vom vergangenen Wochenende, weil Fahrer wie Nino Schurter, Manuel Fumic, Helen Grobert und so weiter ihren letzten Test vor dem Weltcup bereits in Solothurn, bzw. im Hadleigh Park gefahren sind.

Der TGV Schotten kann bei seiner Bundesliga-Premiere im Damen-Rennen immerhin zwei Niederländerinnen, eine Südafrikanerin und eine langjährige Wahl-Neuseeländerin aufzählen. Eine der beiden Oranje-Bikerinnen muss man auch als Favoritin auf den Sieg handeln. Obwohl Anne Terpstra genau das, die Ergebnis-Orientierung lieber aus ihrer Gedankenwelt streichen möchte.

“Nicht auf Ergebnisse fixieren”

Der Niederländischen Meisterin, 15. bei den Olympischen Spielen von Rio, fehlen in diesem Jahr noch die Erfolgserlebnisse, obschon sie glaubt, dass ihre Form eigentlich da sein müsste. „Mein Training läuft und meine Werte sind gut. Ich war dieses Jahr vielleicht zu sehr auf Ergebnisse fixiert. Jetzt hoffe ich, dass ich es bei den Weltcups zeigen kann.“ Und in Gedern will die 26-Jährige für Nove Mesto und Albstadt die Grundlage legen.

Die mentale Einstellung jegliche Erwartungen, vor allem die eigenen, aus den Gedanken zu streichen, habe letztes Jahr funktioniert. „Es ist besser für mich rennen nicht zu wichtig zu finden. Ich habe herausgefunden, dass ich dann am besten fahre. Ich denke, das ist auch jetzt wieder die richtige Strategie für mich“, sagt Anne Terpstra, die zum Einstieg in die Saison gleich das Auftakt-Zeitfahren beim Afxentia gewonnen hat.

Hanna Klein: Ein Infekt störte den Trainingsaufbau

Daher soll auch erst mal keine Rolle spielen, dass sie am Sonntag (13.30 Uhr) beim Vulkan-Race in Gedern als Favoritin ins Rennen gehen wird. Nominell kommt ihr die Weltranglisten-33. und südafrikanische Vize-Meisterin Cherie Redecker (früher: Vale) am nächsten.

Hanna Klein hat eine Trainingspause einlegen müssen weil sie sich einen Infekt eingefangen hat. Daher ist die 29-Jährige etwas unsicher über ihre Verfassung. Optimal wird sie wohl nicht sein. „Ich bin gespannt wie es geht. Ich versuche natürlich so viel wie möglich Punkte zu holen und das Rennen

  Thank you for creating with WordPress.  Version 4.4.9 Insert Media Filter by type Filter by date Search Media Attachment Details Nina-Benz_Heubach17_by-Lynn-Sigel.
Nina Benz ließ in Heubach aufhorchen ©Lynn Sigel/EGO-Promotion

auch zu nutzen um mich vor dem Weltcup wieder an die Wettkampf-Intensität zu gewöhnen“, meint Hanna Klein.

Ein Talent mit Selbstvertrauen

Voller Selbstvertrauen kann Nina Benz (Head Ciclo) ins Rennen gehen. Das schöpft sie aus ihrem 19. Rang in Heubach. Wenn sie das in Gedern wiederholen kann, dann ist sie eine Podiums-Kandidatin. „Ich habe mich von Heubach gut erholt“, erklärt Benz. Und die Strecke in Gedern kennt sie von der Nachwuchs-Sichtungs-Serie. „Die gefällt mir gut“, lässt das 18-jährige Talent von der Schwäbischen Alb wissen.

Für sie ist eine Woche vor dem Weltcup auch der Vergleich mit ihren Genossinnen aus der U23-Kategorie, Lia Schrievers (German Technology Racing) und Antonia Daubermann (Global Fine Art/Stevens) interessant.

Nina Benz’ neue Teamkollegin Ingrid Richter hat ihren ersten Europa-Auftritt für das Team Head Ciclo. Nach Jahren in der Wahlheimat Neuseeland siedelt die Doktorin der Molekular-Biologie nach Deutschland zurück, um in Jena am Leibniz-Institut zu arbeiten. Dieses Jahr hat die DM-Siebte des Vorjahres das siebentägige Etappenrennen „The Pioneer“ in Neuseeland auf Rang zwei beendet.

Startlisten

Mehr Infos zum Vulkan Race Gedern