Coupe de France: Morath auf Platz vier und mit positiven Erkenntnissen

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Damen-Podium beim Coupe de France in Oz en Oisans von links: Adelheid Morath, Estelle Boudot, Sabrina Enaux, Julie Bresset und Audrey Menut ©Team BH Sr Suntour-KMC

Das Rennen des Coupe de France in Oz en Oisans hat Adelheid Morath auf Rang vier beendet. Die BH-Sr Suntour-KMC-Fahrerin nahm aus Frankreich dennoch eine erfreuliche Erkenntnis mit nach Hause. Der Sieg ging an die Marathon-WM-Dritte Sabrina Enaux (Specialized Till). Bei den Herren gewann Titouan Carod (Scott-Creuse Oxygen).

 

Adelheid Morath kam in Oz en Oisans gut ins Rennen und ging erst mal in Führung. Im Anstieg holte sie sogar ein paar Meter Vorsprung heraus, doch das währte nicht lange.

Sie wurde von Sabrina Enaux, Estelle Boudot (VTT Conliege) und Teamkollegin Julie Bresset passiert und erreichte die erste Zeitmessung nach einer von sechs Runden mit 35 Sekunden Rückstand auf Enaux, die da bereits alleine in Führung lag.

„Ich hatte am Samstag nicht genügend Zeit, um mir die Strecke anzuschauen. Vielleicht habe ich auch beim Material eine falsche Entscheidung getroffen, aber ich habe auch manche Linien nicht optimal gewählt“, bekannte Adelheid Morath.

Ein “Schock” und die erreichten Zwischenziele

Die Französinnen, die den Kurs seit Jahren kennen, waren da natürlich im Vorteil. So fuhr Morath das Rennen auf dem vierten Platz zu Ende, 3:22 Minuten hinter Enaux (1:25:34), 38 Sekunden hinter Olympiasiegerin Bresset, die nach längerer Wettkampf-Pause hinter Boudot Dritte wurde.

„Nachdem ich vier, fünf Wochen lang nur auf den Deckel gekriegt habe, war mein Selbstbewusstsein auch nicht besonders ausgeprägt“, meinte Morath vor allem in Bezug auf die vielen, natürlichen technischen Passagen. Und nach reinem Straßentraining zur Schonung der lädierten Schulter war die Vorbereitung auch nicht optimal. „Für den Körper war die Intensität erst mal ein Schock“, so Morath.

Diese Maßnahme hat allerdings auch Erfolg gezeitigt, die Schulter funktionierte ohne Probleme. Das nahm die Schwarzwälderin, die in dieser Woche 32 Jahre alt wird, als wichtigste Erkenntnis mit nach Hause. „Das Ergebnis ist natürlich nicht super, aber Schulter ist endlich gut und ich kann jetzt wieder auf dem Bike trainieren“, zeigte sie sich gelöst. „Ich habe mir für das Rennen Zwischenziele gesetzt und das hat auch funktioniert.“

Herren: Koretzky nur auf Platz vier

Bei den Herren siegte U23-Fahrer Titouan Carod mit 1:16 Minuten Vorsprung auf Stephane Tempier (Bianchi-Counterveil) und 1:53 Minuten vor Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC). Sein Teamgenosse, der U23-Europameister und Olympia-Nominierte Victor Koretzy wurde Vierter, bereits 3:31 Minuten zurück. Aber er muss seine Planungen auch auf das Rennen am 21. August ausrichten.

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