Cross-Notizen: Eva Lechner knapp am Weltcup-Podium vorbei

FOTO | Beinahe auf dem Weltcup-Podium: Eva Lechner ©Cycling Report

Eva Lechner kommt langsam wieder in Form, wie Rang vier beim Cyclo-Cross-Weltcup im dänischen Bogense belegt. Die dänischen Mountainbiker konnten da nicht mithalten. Auch beim Deutschland-Cup Cross in Kleinmachnow waren die Cross-Country-Spezialisten nicht ganz vorne zu finden. Cross-Notizen.

 

Es hat nicht viel gefehlt, dann hätte Eva Lechner (Clif Pro Team) mal wieder das Podium eines Cyclo-Cross-Weltcups erobert. Die Italienische Meisterin kämpfte in Bogense, Dänemark hinter Weltmeisterin Sanne Cant (Beobank) und Helen Wyman um die dritte Position. Zwei Runden vor Schluss wurde sie von der US-Amerikanerin Katie Keough eingeholt und duellierte sich mit ihr bis zur Zielgeraden.

Nachdem sie auf der letzten Runde eine Attacke gesetzt hatte, zehn Meter Vorsprung herausgeholt und schien auf dem Weg aufs Podium. Doch dann verkalkulierte sich Lechner, weil sie das Ziel früher vermutete. Nach der letzten Kurve stand ein Schild mit „Finish“ drauf, doch der Zielstrich war noch mal deutlich weiter entfernt.

Das Ziel kommt später als gedacht

„Ich hatte ein paar Meter Vorsprung und dachte bis dahin kann ich es schon durchziehen, sonst hätte ich gewartet und taktiert. Aber erst nach diesem ersten Finish sah man das richtige Finish und ich war dann natürlich leer“, erklärte Lechner, warum sie im Sprint gegen Keough nicht mehr dagegen halten konnte. So beendete sie die Konkurrenz als Vierte. Dennoch war das ein Ausrufe-Zeichen für die Südtirolerin.

„Ich habe einen blöden Fehler gemacht, aber ich bin happy mit meinem Rennen und dass es immer besser läuft“, kommentierte Eva Lechner, die am Anfang des Rennens den Anschluss an Sanne Cant verlor, nachdem sie versuchte eine steile Abfahrt zu fahren, anstatt zu laufen. „Da hätte ich vielleicht ein wenig mitfahren können, aber das sind halt Fehler die passieren. Wichtig ist, dass das Gefühl langsam wieder passt“, so Lechner.

Sie war damit auch deutlich schneller als Marathon-Weltmeisterin Annika Langvad (Specialized Racing), die sich in diesem Jahr auch Gehversuche im Cyclo-Cross-Weltcup macht. Sie wurde vor heimischem Publikum 27. (+3:49).  Sie verbesserte sich über das Rennen hinweg kontinuierlich, die ganz großen Sprünge blieben aber aus.  U23-Fahrerin Malene Degn (Ghost Factory Racing) fuhr 15 Sekunden später als 29.  ihr über den Zielstrich.

 

Bei den Herren gewann Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) sein viertes von vier Weltcup-Rennen in dieser Saison, acht Sekunden vor Weltmeister Wout van Aert, der im Sprint seinen belgischen Landsmann Toon Aerts (Telenet Fidea) bezwang. Van der Poel präsentierte sich erneut als dominant. Aus Mountainbike-Perspektive erwähnenswert: Rang elf für den italienischen Meister Gioele Bertolini. Bester Deutscher: Marcel Meisen als 16.

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Parallel zum Weltcup in Dänemark wurden in Kleinmachnow zwei Läufe zum Deutschland-Cup ausgetragen.

Manuel Müller (RSV Whyl) siegte am Samstag 30 Sekundden vor U23-Fahrer Maximilian Möbis und Paul Lindenau (Stevens Racing Team). Mountainbiker Christian Pfäffle (Möbel Märki) landete mit 3:14 Minuten Differenz auf Position acht, 14 Sekunden vor Wolfram Kurschat (Kurschat Consulting), der Neunter wurde.

Jessica Walsleben gewann am Samstag 35 Sekunden vor Stephanie Paul und 1:58 Minuten vor Lisa Heckmann (alle Stevens Racing Team).

Am Sonntag drehte Paul die Reihenfolge um und gewann vor Walsleben und Heckmann.

Bei den Herren tauchte das Kleinmachnower Vereinsmitglied Philipp Walsleben an der Startlinie auf und war konkurrenzlos. 1:40 Minuten brachte er zwischen sich und Manuel Müller, der auch deutlich 41 Sekunden vor Max Lindenau.

Wolfram Kurschat belegte Rang neun (+5:35) und verlor an diesem Berliner Wochenende seine Führung in der Gesamtwertung an Manuel Müller.

Christian Pfäffle verlor in der achten von zehn Runden den Anschluss an Rang zehn und wurde Elfter (+5:57).

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