Cross-Weltcup Zeven: Egger verliert den Hinterreifen

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Start des U23-Rennens der Herren in Zeven. Ganz rechts außen: Simon Andreassen ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Beim Cyclo-Cross-Weltcup im niedersächsischen Zeven hat MTB-Spezialist Georg Egger (Lexware) am Samstag im U23-Rennen Platz 33 belegt. Bei den Herren siegte Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon), Sascha Weber (Focus XC) wurde 21., Wolfram Kurschat (Koch Engineerin-Müsing) landete auf Platz 59.

 

Mathieu van der Poel, der ja in der abgelaufenen Cross-Country-Saison sein Glück auch auf dem Mountainbike gesucht hatte, musste eine Aufholjagd starten. Durch eine Kollision mit einem Konkurrenten brachen ihm in der ersten Runde Speichen.

So dauerte es bis Runde sechs von zehn, ehe der Niederländer Weltmeister Wout van Aert (Crelan-Vastgoedservice) aus Belgien und damit die Spitze erreichte.

In Runde sieben hängte van der Poel seinen Rivalen ab und gewann schließlich in 1:03:21 Stunden mit 21 Sekunden Vorsprung auf van Aert und 31 Sekunden vor dessen Landsmann Kevin Pauwels.

Bester Deutscher wurde Marcel Meisen (Team Stylearts), der sich von Position 20 nach drei Runden auf Platz zehn nach vorne fuhr und dabei in der Schlussrunde die Bestzeit markierte. 1:59 Minuten Rückstand wurden für den Stollberger gemessen.

Der Deutsche Vizemeister im Marathon, Sascha Weber, fuhr ein konstantes Rennen, das er auf dem 21. Rang beendete, 3:08 Minuten hinter dem Sieger.

Wolfram Kurschat hatte auf dem vergleichsweise flachen Kurs in Zeven als 59. vier Runden Rückstand.

Bei den Damen stand Sanne Cant aus Belgien ganz oben auf dem Podest. Sie gewann in 44:43 Minuten sechs Sekunden vor Katherine Compton aus den USA und 22 Sekunden vor Alice Arcuffi aus Italien.

Beste Deutsche war Stevens-Fahrerin Jessica Lambracht, die mit 3:03 Minuten Rückstand 26. wurde.

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Kein Ersatz-Bike: Georg Egger ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Im U23-Rennen am Samstag verhagelte es Georg Egger in Runde drei von acht ein besseres Resultat. Der U23-Vizemeister auf dem Mountainbike lag nach zwei Runden auf Rang 25, doch dann verlor er quasi seinen Hinterreifen. Weil er kein zweites Bike zur Verfügung hatte und zudem die deutschen Mechaniker auf der anderen Seite des Technischen Zone standen, dauerte es verhältnismäßig lange, ehe er sein Rennen fortsetzen konnte.

„Das war eine längere Aktion“, meinte Egger lachend, bekannte aber auch, dass für ihn als Mountainbiker „die Form noch nicht so geil“ sei. „Das merkt man in so einem Weltcup-Rennen natürlich schnell.“

So wurde es am Ende Rang 33, 5:35 Minuten hinter dem niederländischen Sieger Joris Nieuwenhuis aus den Niederlanden (52:42). Bester Deutscher war Manuel Müller auf Rang 23 (+3:41).

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Simon Andreassen, Junioren-Weltmeister 2015 im Cyclo-Cross ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Der zweifache MTB-Junioren-Weltmeister Simon Andreassen (Specialized Racing) beendete das Rennen auf Rang 13 (+1:38) und war damit zufrieden. „Es ging besser als erwartet. Ich habe noch keine Rennen bestritten“, so Andreassen. „Gegen Ende der Cross-Saison hoffe ich auf ein paar Podiums-Platzierungen und auf eine gute Weltmeisterschaft. Bis dahin ist ja noch genügend Zeit.“

Interviews: Armin M. Küstenbrück