CX Weltcup Namur: Richards pflügt durchs Feld, Lechner trotz Pech auf dem Podest

FOTO | Evie Richards nach ihrem U23-Weltcupsieg in Albstadt ©Andreas Dobslaff/EGO-Promotion

 

Die britische U23-Fahrerin Evie Richards hat beim Cyclo-Cross-Weltcup in Namur, Belgien, den Rest der Damen-Elite düpiert und ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Eva Lechner gelang als Dritte ihr bestes Saison-Resultat und auch sonst mischten Mountainbikerinnen prächtig mit. Bei den Herren gelang Weltmeister Wout van Aert der zweite Sieg, Marcel Meisen wurde starker Siebter.

 

Evie Richards, 20 Jahre alt und in der Mountainbike-Saison neben Kate Courtney und Sina Frei die prägende Figur im U23-Weltcup, ging aus den hinteren Reihen ins Rennen. Knieprobleme hatten die Albstadt-Siegerin zuletzt zu einer Pause gezwungen. Doch bereits nach einer Runde lag die Cyclo-Cross U23-Weltmeisterin von 2015 im Trikot des Trek Factory Racing Teams auf dem matschigen Kurs an achter Stelle und eine weitere Runde später hatte sie als Vierte nur noch 16 Sekunden Rückstand auf die Spitze, an der Eva Lechner (Clif Pro Team) das Rennen in der ersten Hälfte prägte.

Richards übernahm gut zwei Runden vor Schluss die Führung und fuhr dann auch ihrer britischen Landsfrau Nikki Brammeier (Boels Dolmans) davon.

Eva Lechner eroberte in der Schlussrunde noch den dritten Podest-Platz, zum ersten Mal in dieser Saison. Vielleicht, vermutlich wäre mehr drin gewesen, ohne die Handicaps, durch die sie Zeit verlor. „Schade für die beiden Plattfüße, aber ich bin glücklich mit meinem dritten Platz. Ein hartes Rennen, aber ein gutes Gefühl“, postete die Südtirolerin auf Instagram.

Hinter Katherine Compton fuhr Ex-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot (Canyon Factory Racing XC) als Fünfte über die Ziellinie. „Ich habe mich nicht super gut gefühlt und am Anfang war da zu viel Verkehr, aber ich bin trotzdem zufrieden mit meinem fünften Platz“, so Ferrand Prevot auf Twitter. Mit Katerina Nash (Clif Pro Team) und Cross-Country-Weltmeisterin Jolanda Neff (Kross Racing Team) landeten weitere Namen auf den Plätzen sieben und acht, die man aus dem Metier mit den breiten Reifen kennt.

Übrigens: Den Damen durften im Matsch von Namur nur vier Runden lang spielen und waren nach knapp 39 Minuten bereits fertig. Das rief dann doch einige bissige Kommentare auf den Plan.

Herren: Lars Forster überzeugt

Die Herren wurden neun Mal über die Runde geschickt und Weltmeister Wout van Aert (Crelan-Charles) gewann das Rennen in 1:07:47 Stunden, 1:04 Minuten vor seinem belgischen Landsmann Toon Aerts, der einen etwas angeschlagenen Mathieu van der Poel (Beobank-Corendon) auf Rang drei verwies.

Der Deutsche Meister Marcel Meisen (Steylaerts-Betfirst) verbuchte mit Rang sieben sein bestes Resultat in dieser Saison und bestätigte sein Ergebnis von Zeven (8.). Damit war er übrigens einziger Nicht-Benelux-Fahrer in den Top-Ten.

Ein gutes Rennen lieferte auch Lars Forster (BMC Racing) ab. Der Schweizer wurde 14., sein Landsmann Marcel Wildhaber (Scott-Sram) 18.

Nur 25 Fahrer schafften es in Namur, nicht überrundet zu werden.

Ergebnisse