Cyprus Sunshine Cup: Klemencic siegt in Voroklini

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Führungsgruppe nach der Startloop von links: Katrin Leumann, Eva Lechner, Blaza Klemencic. ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Zum Auftakt des Cyprus Sunshine-Cup in Voroklini hat sich die Slowenin Blaza Klemencic (Calcit Bike) den Sieg geholt. Zweite wurde Katrin Leumann (Ghost Factory Racing) vor Eva Lechner (Colnago-Südtirol).

Ausgangspunkt für den Sieg von Blaza Klemencic war eigentlich ein Fehler der 32-Jährigen. Katrin Leumann hatte sich in der ersten kompletten Runde in einem Anstieg an die Spitze gesetzt, um als Erste in den nächsten Downhill zu gelangen und sah sich dann plötzlich als Einzelkämpferin an der Spitze.
„Ich weiß nicht, wie das zustande kam, auf einmal war ich alleine“, erklärte die Schweizerin später. Blaza Klemencic hatte den Rest der Spitzengruppe blockiert.

Die Auslöserin der Blockade war dann aber die Einzige, die das Loch zu Leumann wieder schließen konnte. Eva Lechner bekannte hinterher, dass sie doch „Mühe gehabt“ habe, nach der Cross-Saison und einer Woche ohne auf dem Bike zu sitzen.

Während sich die Südtirolerin erst mal mit der U23-Weltcup-Gesamtsiegerin, Yana Belomoyna (Superior-Brentjens) auseinandersetzte, fuhren Leumann und Klemencic einen immer größeren Vorsprung heraus.
So lange bis Klemencic noch einmal das Tempo verschärfte und entkam. Leumann richtete es sich auf ihrem neuen 29-Zoll-Bike auf Rang zwei ein. Auf der letzten halben Runde war sie dann verblüfft die führende Slowenin noch einmal vor sich zu sehen.
Möglicherweise hat der einsetzende Regen eine Rolle gespielt, jedenfalls war Leumann auf den letzten 200 Metern in den Straßen von Voroklini an Klemencic dran. Es reichte aber nicht mehr, der Konkurrentin den Sieg weg zu schnappen.

„Ich bin sehr überrascht wie es gelaufen ist. Nach einem Sturz im Training und im ersten Rennen habe ich nicht damit gerechnet vorne anzukommen. Auf dem Bike fühle ich mich, als hätte ich noch nie was anderes gefahren“, kommentierte Leumann.
Blaza Klemencic freute sich, die Saison so begonnen zu haben, wie sie die letzte – in China – beendet hatte: Mit einem Sieg. „Es hat Spaß gemacht“, lachte Klemencic, die auf ihrem Olympia-Bike unterwegs war, zuhause aber auch schon ein 29er stehen hat.

Gantenbein überrascht – Engen hat Knie-Probleme, Brandau mit dem Bike
Eva Lechner konnte sich derweil von Belomoyna absetzen und mit 3:38 Minuten Rückstand den dritten Podestplatz sichern. „Für das erste Rennen passt das schon“, meinte Lechner.
Zehn Sekunden hinter ihr tauchte überraschend Corinna Gantenbein auf. Die Schweizerin vom Fischer-BMC-Team hatte sich schön nach vorne gefahren und strahlte bei der Siegerehrung entsprechend. Fünfte wurde Belomoyna 5:15 zurück.

Alexandra Engen (Ghost Factory Racing) verzichtete auf ihren Start. „Schmerzen im Knie, wahrscheinlich Überbelastung“, erklärte sie per SMS. „Nach ein paar Tagen Ruhe versuche ich es wieder. Ich habe das schon früher mal gehabt“, so Engen.

Elisabeth Brandau (EBE-Racing) wurde lediglich auf Rang 13 notiert, 17:19 Minuten zurück. Sie habe sich noch nicht an die andere Sitzposition auf dem neuen Bike gewöhnt und dann hatte sie bereits zu Beginn gleich zweimal Defekt. „Das konnte ich nicht mehr aufholen. Das Rennen ist als Training abgehakt“, so Brandau.

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