DM Bad Säckingen: Masters-Titelverteidiger erneut ganz vorn – Werner im Pech

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Uli Brucker auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Mastersklasse 2 bis 4 ©Erhard Goller

Lutz Baumgärtel (Scott) aus Bautzen und der Hausacher Uli Brucker (Wheeler iXS) werden das Trikot des Deutschen Meisters in den Masters-Klassen ein weiteres Jahr tragen.

In der Masters-Kategorie 1 kam es zu einem aufregenden Duell zwischen Baumgärtel und Markus Werner. Der Titelverteidiger lag zwischenzeitlich 15 Sekunden vorne, doch Werner war in den Anstiegen der Stärkere, schloss auf und ging in Führung. In der letzten Runde gelang Baumgärtel der erneute Anschluss und es kam zu einem engen Zweikampf.

Entschieden wurde der durch einen Sturz von Markus Werner (Vogtland), etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel, bei dem er sich unglücklicherweise den Lenker brach. Dadurch konnte erstens Baumgärtel zum Titel fahren und zweitens André Kleindienst mit 44 Sekunden Rückstand auch noch die Silbermedaille erobern.

„Ich wollte ihn in den technischen Passagen unter Druck setzen weil ich da stärker bin. Aber dass es auf diese Weise entschieden wurde, ist natürlich schade. Ich selbst habe nicht mit dem Titel gerechnet, weil ich nicht gut in Form bin“, sagte Baumgärtel nach einem vierten Meistertitel in Folge.

André Kleindienst (Förste) konnte mit den beiden anderen Protagonisten nicht mithalten und profitierte von Werners Pech. „Mir hat die Strecke Spaß gemacht, so was liegt mir“, meinte Kleindienst.
Markus Werner war erst einmal untröstlich über die entgangene Chance. „Ich bin nur kurz weg gerutscht, aber dabei ist der Lenker gebrochen und ich musste die Downhill-Passagen schieben“ erklärte Werner.

Masters 2-4: Perfektes Rennen für Uli Brucker
In der Masterskategorie 2-4 ging es längst nicht so dramatisch zu. Uli Brucker setzte schon in der ersten von fünf Runden zu einem Solo an und fuhr ohne Wackler zum zweiten Titel. „Es war ein perfektes Rennen für mich heute. Die letzten beiden Runden konnte ich auf Sicherheit fahren. Mit der Strecke bin ich auch super zurecht gekommen“, strahlte Brucker.

Der zweitplatzierte Erik Hühnlein (Stromberg) sprach vom „Maximum“, was für ihn möglich gewesen sei. „Alle haben schon vorher gesagt, der Uli ist nicht zu schlagen. Ich gönne es ihm, er ist ein super sympathischer Sportler“, sagte der Silbermedaillen-Gewinner, der 1:03 Minuten Rückstand hatte.
Dirk Hemmerling (St. Ingbert) lieferte dem Marathon-Europameister der Masterskategorie 4, Matthias Ball aus Mosbach ein schönes Duell um Rang drei.

Ball lag zwischenzeitlich scheinbar sicher auf dem Bronze-Rang. „Ich dachte, geil, das läuft ja super. Aber dann bin ich wohl ein bisschen langsamer und Dirk ein bisschen schneller geworden“, erzählte Matthias Ball.
In der vorletzten Runde kam es zum Positionstausch und der 53-Jährige musste mit der Holzmedaille vorlieb nehmen.
„Ich konnte das Tempo von Matthias nicht mitgehen, aber irgendwann habe ich dann gesehen, dass die Lücke kleiner wird. Das hat mich wieder motiviert“, erklärte Hemmerling.

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