DM Bad Salzdetfurth (Elite): Sabine Spitz entscheidet Duell am Berg

 FOTO | Sabine Spitz und Helen Grobert duellierten sich um den Titel ©Erhard Goller

Sabine Spitz hat nach einem spannenden Duell mit Helen Grobert in Bad Salzdetfurth ihren 19. Deutschen Meister-Titel eingefahren. Die Niederhoferin gewann in 1:29:01 Stunden mit sieben Sekunden Vorsprung auf die 20 Jahre jüngere aus Weilheim-Remetschwiel. Die Freiburgerin Adelheid Morath holte mit 3:31 Minuten Differenz Bronze.

 

Die erste von sieben Runden brachte das erwartete Klassement erst einmal etwas durcheinander. Ursache waren erst Fehler von Sabine Spitz, die gemeinsam mit Adelheid Morath bereits einen kleinen Vorsprung hatte, so dass Helen Grobert aufschließen konnte. Dann rutschte sie wenige hundert Meter vor der Zieldurchfahrt auch noch weg, so dass sie sieben Sekunden hinter Helen Grobert die Freiburgerin Hanna Klein die erste Zeitmessung passierte.

Doch die Hierarchie wurde in der zweiten 3,4-Kilometer-Runde gleich wieder hergestellt. Spitz übernahm die Führung und riss gemeinsam mit Helen Grobert eine Lücke zu Morath und Klein richtete sich auf dem erwarteten vierten Platz ein.

Adelheid Morath schien am Berg die Stärkste, doch durch die, wegen den matschigen Bedingungen, verkürzte Strecke, fehlte ihr der längere Anstieg um ihre Kletterqualitäten auszuspielen.

In den technischen Passagen verlor sie wiederholt Zeit und musste schließlich einsehen, dass sie an diesem Tag gegen ihre beiden Konkurrentinnen keine Chance haben würde.

So lief vorne ein Duell zwischen Sabine Spitz und Helen Grobert. Die 45-Jährige dreifache Olympia-Medaillengewinnerin suchte schon in der vorletzten Runde am Berg eine Entscheidung, doch Grobert konnte in den Downhill-Passagen die Lücke wieder schließen.

Zweiter Angriff sitzt

In der Schlussrunde das gleiche Spiel: „Ich habe es den Berg hoch wieder probiert“, erzählte Sabine Spitz. Diesmal war die Differenz groß genug und mit Routine brachte sie den Vorsprung mit in die letzte Flachpassage. Spitz feierte damit ihren 14. DM-Titel in der olympischen Cross-Country-Disziplin.

„Helen war in den technischen Passagen die Stärkere. Ein Stück weit war das mit diesen Bedingungen heute auch ein Lotteriespiel. Ganz ohne Sturz kam wahrscheinlich kaum eine durch“, meinte Sabine Spitz. Und gefragt nach der Bedeutung eines 19. Meister-Jerseys: „Von Routine kann keine Rede sein, das will ich mir nicht anmaßen. Meisterschaften haben ihren besonderen Reiz und es ist schön, dass ich den Titel noch mal holen konnte.“

Grobert: Ein Tritt hat gefehlt

Helen Grobert konstatierte, dass „Sabine eben die sieben Sekunden besser war und verdient gewonnen hat“. Am Berg hätte sie nicht dagegen halten können. „Da hatte sie einfach einen Tritt mehr. Es war ein enges Rennen und so macht das Spaß. Ich habe sie auf der Zielgeraden noch gesehen, das zeigt, dass ich nicht weit weg bin. Es hat jetzt beim Highlight nicht gereicht, aber es mir wichtiger, dass ich über die gesamte Saison hinweg top Ergebnisse bringen kann“, erklärte Grobert

Morath: Am Berg vielleicht die Stärkste...

Adelheid Morath sprach davon, dass sie auf dem Terrain ihre Kraft gar nicht zur Entfaltung bringen konnte. „Ich habe gemerkt, dass ich am Berg wahrscheinlich die Stärkste war. Aber in den Trails musste man immer vorsichtig sein, deshalb konnte ich gar nicht fahren wie ich wollte. Unter diesen Bedingungen muss ich wohl zufrieden sein.“

Hanna Klein freute sich zumindest in Runde eins an den Medaillenrängen geschnuppert zu haben. “Mir hat es in dem Matsch Spaß gemacht”, sagte sie. “Gegen die Weltklassefahrerinnen fehlen mir am Berg zwei Gänge. Aber ich arbeite daran.”

 

 

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