DM Saalhausen: Anna Brähler gewinnt aufregendes U15-Rennen

Anna Brähler vor Simone Rossberg und Luisa Daubermann. Foto: Lynn Sigel
Anna Brähler vor Simone Rossberg und Luisa Daubermann. Foto: Lynn Sigel


Der erste Meistertitel der 26. Deutschen Cross-Country-Meisterschaften geht nach Hessen. Anna Brähler vom TGV Schotten holte sich das Meistertrikot in der U15-Kategorie vor Frank Durst von der RSG Zollern Alb und Simone Roßberg vom TSV Dettingen/E.

Nach der ersten von zwei 4,8 Kilometer-Runden hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe gebildet. Simon Roßberg (meinradladen.de) , im Vorjahr in Hausach schon Dritte, übernahm die führende Position. Ihr gelang es, sich langen Anstieg abzusetzen und einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf Anna Brähler (HWG Gedern) heraus zu fahren. Luisa Daubermann (Principia) folgte mit etwas Abstand auf Rang drei und Franka Durst schien den Anschluss an die Medaillenränge zu verlieren.

Dann aber überschlugen sich die Ereignisse. Und Simone Roßberg auch. Die Schwäbin stürzte im ersten Downhill und gab somit Anna Brähler die Chance vorbei zu gehen. Brähler musste allerdings auch kurz zu Boden gehen, so dass Daubermann aufschließen konnte.
Roßberg hatte noch einmal einen Sturz und bei Luisa Daubermann lief das Vorderrad nicht mehr reibungsfrei.
So konnte sich Brähler auf der Flachpassage absetzen und mit 19,8 Sekunden Vorsprung den Titel einfahren.

„Ich habe aufs Treppchen gehofft, aber mit dem Sieg habe ich nicht gerechnet“, kommentierte Brähler die turbulente Schlussphase.
Im Kampf um Silber ging Frank Durst (Gonso-Simplon), die in den Abfahrten wieder heran gekommen war, 200 Meter vor dem Ziel an Luisa Daubermann vorbei und fuhr als Zweite ins Ziel.

Daubermann stürzt und wird Vierte
„Ich bin am Berg nicht so stark, aber Abfahrten kann ich ganz gut. Das hat heute endlich mal super geklappt. Ich bin echt glücklich über Silber“, sagte Durst.
Hinter ihr wurde es noch ein wenig dramatisch. Simone Roßberg schoss 150 Meter vor dem Ziel an Luisa Daubermann heran, ging an ihr vorbei und die Gessertshausenerin stürzte.
„Kann sein, wir haben uns ein wenig verhakt. Es tut mir leid. Ich bin etwas enttäuscht, weil ich schon so klar in Führung war“, meinte Roßberg.

Sie entschuldigte sich bei Daubermann, doch die sah keine Schuld bei ihrer Konkurrentin. Daubermann schüttelte den Kopf. „Mein Vorderrad hat blockiert, das war das Problem“, erklärte sie.

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