DM Wombach: Master-Titel an Frohn und Hollerbach

 Hollerbach_Masters_DM16_Wombach_by Goller
Da war er dann an Andreas Kiesewetter (756) vorbei: Martin Hollerbach ©Erhard Goller

 

Matthias Frohn aus Bonn und Martin Hollerbach (Burggen) wurden zum Abschluss des ersten Tages bei den Cross-Country-Meisterschaften in Wombach mit den Titeln in den beiden Masters-Kategorien dekoriert. Frohn holte sein erstes Cross-Country-Gold vor Sven Pieper und Markus Werner, während Hollerbach Stefan Knopf und Michael Venus auf die Plätze zwei und drei verwies.

Matthias Frohn jagte gleich mit Macht den ersten Berg hinauf, vielleicht angetrieben vom Frust über den vor einer Woche verloren gegangenen Deutschen Meister-Titel im Marathon. In Saalhausen hatte er sich „verzockt“, wie er sagte.

So wurde die Masters-Kategorie 1 zum Start-Ziel-Sieg für Frohn. „Ich bin ja ein bisschen fremd im Cross-Country. Es ist erst mein zweites Rennen dieses Jahr. Wäre es nass gewesen, ich wäre gar nicht gefahren“, erklärte Frohn.

Weil er sich in den technischen Passagen auf der schwächeren Seite wähnte, investierte er in den Anstiegen umso mehr.

Das ging auf. Sven Pieper kam zwar zwischenzeitlich mal wieder näher heran, doch am Ende hatte er keine Chance.

„Ich bin der erste Verlierer“, meinte er, aber Pieper lachte dabei. „Nein, ich bin mehr als glücklich über Silber. Mein Ziel war Top Fünf und Matthias ist der verdiente Sieger.“

Titelverteidiger Markus Werner musste erst mal richtig abhusten, ehe er Stellung beziehen konnte. Er war die Woche nach der Marathon-DM krank geworden. „Es ist immerhin eine Medaille und meine insgesamt neunte“, zeigte er sich zufrieden mit dem, was noch daraus geworden ist.

 

Masters 2: Bei Hollerbach geht der Knoten auf

20 Minuten Anlauf-Zeit benötigte Martin Hollerbach, ehe er ins Rollen kam. Der 47-Jährige Bayer löste Andreas Kiesewetter an der Spitze ab. „Es ist nicht mehr gegangen“, erklärte Kiesewetter, der dann auch Rückenprobleme bekam und noch auf Rang fünf zurückfiel.

„Am Anfang waren mir die zu schnell. Aber das ist bei mir schon immer so gewesen, ab Minute 20 kann ich schnell fahren. Ich habe meinen Rhythmus gefunden und dann auch Spaß gehabt. Obwohl die Strecken für uns Alte immer schwieriger werden“, so Hollerbach.

Stefan Knopf (Radsport Rhein-Neckar) blieb lange auf Schlagdistanz und überquerte die Ziellinie mit 36 Sekunden Rückstand als Silbmedaillengewinner. Michael Venus von Sportivo Englmar eroberte mit 1:17 Minuten Differenz die dritte Position.

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