Eliminator-WM: Fünf Sprinter wagen sich ins China-Abenteuer

FOTO | Der Zieleinlauf der Eliminator-WM 2016 in Nove Mesto: Daniel Federspiel vor Simon Gegenheimer und Fabrice Mels ©Erhard Goller

Vier Herren und eine junge Dame werden den Bund Deutscher Radfahrer bei den Urban Cycling World Championships in der Disziplin Eliminator vertreten. Angeführt von Weltcup-Gesamtsieger Simon Gegenheimer vom Team Rose-Vaujany will das Quintett am 12. November bei der Premiere des Events in Chengdu, China, eine gute Rolle spielen.

 

Simon Gegenheimer, der 2015 schon WM-Bronze und 2016 dann Silber geholt hat, wird als Mitfavorit in den Wettbewerb gehen. Seine deutschen Mitstreiter Heiko Hog, Simon Gutmann (beide Freiburger Pilsner-Merida), Vitus Wagenbauer (RSV Oberland), sowie die erst 17-jährige Deutsche Meisterin Clara Brehm (KSV Bavaria Waldaschaff) gehören zu den Außenseitern.

Wie viele der Top-Sprinter aus Europa den Weg nach Chengdu antreten werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Und auf welche asiatische Konkurrenz man da trifft, schon gar nicht. Daher bleiben die Aussichten erst einmal noch vage.

Auf jeden Fall hoffen alle Fünf auf einen gewissen Anteil am Preisgeld von insgesamt 26050 Euro.

Einen gewissen Abenteuer-Charakter hat das Unternehmen für die fünf Biker aber auch. „Das ist eine riesige Chance für mich und das Erlebnis will ich auf jeden Fall mitnehmen“, sagt etwa Clara Brehm. Von den sportlichen Ambitionen ganz abgesehen, die selbstredend mit im Gepäck verstaut werden, wenn es am 3. November los geht.

Drei Jahre China

Die Urban Cycling World Championships sind eine Kreation, die vom Radsport-Weltverband neu lanciert wurde. Dazu gehören neben dem Eliminator-Sprint auch Trial und BMX Freestyle.

Das Event wurde gleich für drei Jahre nach China, respektive an das Unternehmen Wanda, vergeben. Wanda hat jüngst via Tochter-Unternehmen Ironman nach dem Cape Epic ja auch das Swiss Epic einverleibt.

Weil die Gefahr drohte, dass kaum Sportler aus Europa den (teuren und aufwändigen) Weg nach China finden würden, haben die Veranstalter das Preisgeld in Höhen getrieben, die für den MTB-Sport völlig ungewöhnlich sind.

Journalisten wurde die Übernahme der Reisekosten angeboten, um die Berichterstattung über Asien hinaus zu gewährleisten.

Ob sich das alles bezahlt macht, wird man erst nach dem Debüt-Event wissen. Dass das Fahrrad in China im Alltag einen großen Stellenwert besitzt ist klar.