Elisabeth Brandau: Ab sofort Wettkampf-Pause

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Elisabeth Brandau: Trans-Schwarzwald war vorerst das letzte Rennen ©Vaude Trans-Schwarzwald/Sportograf

Die dreifache Deutsche Marathon-Meisterin Elisabeth Brandau wird die Saison 2014 jetzt beenden. Grund dafür ist ein freudiges Ereignis. In ihrem Team EBE-Racing Team wird die 28-Jährige aber weiter Regie führen.

Bei der Trans-Schwarzwald war Elisabeth Brandau offensichtlich schon mit angezogener Handbremse unterwegs, das lässt sich an ihren Resultaten und dem achten Gesamtrang ablesen. Nur auf der letzten Etappe fuhr sie mal ein wenig schneller und war vor der letzten Abfahrt noch mit Gesamtsiegerin Hielke Elferink und der Zweiten Sanne van Paassen zusammen.
„Ich wollte dann in der Abfahrt kein Risiko eingehen. Einmal (als Dritte) auf dem Podium zu stehen war okay“, erklärt Elisabeth Brandau.

Der Grund für diese vorsichtige Fahrweise: Die Schönaicherin ist schwanger, im März 2015 wird sie zu ersten Mal Mutter. „Ich wollte immer eine Familie haben. Das war zwar nicht geplant, aber einen richtigen Zeitpunkt für eine Schwangerschaft gibt es im Grunde nie. Ich freue mich jedenfalls drauf, auch wenn es mir erst mal schwer fällt die Füße still zu halten“, sagt sie mit einem Lachen.

Das muss sie jetzt erst einmal, zumindest was den Wettkampf-Sport angeht. „Die Marathon-DM werde ich nicht fahren, auch wenn es schade ist. Dazu bin ich körperlich einfach zu limitiert und das Risiko ist zu groß“, so Brandau. Bei der Charity-Veranstaltung Lila Logistik werde sie aber wohl dabei sein und das Technik-Training mit den Mädchen werde sie vorerst auch weiter leiten.

Team am liebsten mit “Cross-Country-Mädel” ergänzen
Unter anderem bei Gunn-Rita Dahle-Flesjaa hat sich Brandau Rat geholt, in punkto Rennen fahren, Schwangerschaft und auch die Rückkehr in den Wettkampf-Sport danach. Den hat sie fest im Auge, auch wenn das nicht so einfach planbar ist.
„Mein Ziel ist relativ schnell wieder einzusteigen, aber ich muss natürlich sehen, wie ich das zeitlich auf die Reihe bekomme. Ich will ja auch für das Kind da sein. Mein Team werde ich auf jeden Fall fortführen“, erklärt sie dazu.

Wie das EBE-Racing Team 2015 aufgestellt sein wird, das ist noch offen. „Ich würde das gerne weiter ausbauen, am liebsten zu einem UCI Team, aber das ist schwierig. Dafür brauche ich zusätzliche Partner, am besten einen Titelsponsor“, so Brandau. Am liebsten wäre ihr noch ein „XC-Mädel, das auf dem Boden geblieben ist“, also eine etatmäßige Cross-Country-Fahrerin, mit der sie auch mal ein Zweier-Etappenrennen bestreiten könnte. Auch aus Gründen der Geselligkeit.