Gesammelte Nachrichten aus der Reha-Abteilung

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Hofft auf einen Start bei der DM in Bad Säckingen ©Rotwild


Zwei französische Olympiasieger, Deutsche Meister, Schweizer Hoffnungsträger, sie alle befinden sich nach Krankheit oder Verletzung in einer Phase der Rekonvaleszenz. Ein kurzer Nachrichten-Überblick aus der Reha-Abteilung.

Christian Päffle (Lexware Mountainbike Team) darf nach seiner Entzündung im Schienbein endlich auch wieder trainieren. „Vorsichtig, im Grundlagenbereich“, wie er sagt. Weil Ende vergangener Woche immer noch Entzündungswerte gemessen wurden, verzichtete der Neuffener auf das Höhentrainingslager in Livigno.

Die Antibiotika sind jetzt abgesetzt, eine leichte Schwellung ist aber immer noch da.
Im Nachhinein scheint es so, dass durch das Nähen der Wunde (zwei Stiche) nach seinem Sturz in Albstadt, das Problem erst so massiv werden konnte. „Bei MTB-Stürzen kommt fast immer Dreck in die Wunde und wenn es genäht wird, dann muss das Lymphsystem das alles abtransportieren“, erklärt Pfäffle die Erkenntnis.
Siehe unten: Bei Julien Absalon wurde unter Vollnarkose dann gleich so weit geöffnet und gesäubert, dass es zu keiner Entzündung mehr kommen konnte.

„In zwei Wochen eine gute DM-Form aufzubauen wird natürlich schwer. Zu hundert Prozent kann sie nicht da sein, aber ich werde alles versuchen meinen Titel zu verteidigen“, sagt der U23-Meister mit Blick auf die Nachwuchs-DM in Hausach am 6. Juli.

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Sofia Wiedenroth (AMG-Rotwild) hat eine etwas längere Leidenszeit hinter sich als die anderen hier genannten Kandidaten. Die Allgäuerin hat in dieser Saison noch gar kein Rennen bestritten. Sie laboriert an einer Fehlstellung im Kniegelenk, die zu einer Entzündung führte, und konnte fast ein halbes Jahr nicht wirklich trainieren.
Seit ein paar Wochen darf sich die Deutsche Junioren-Meisterin und Vize-Weltmeisterin von 2012 wieder vorsichtig herantasten und ist auch mit dem Nationalkader ins Höhentrainingslager nach Livigno gefahren.

„Ich freue mich sehr, dass ich wieder dabei sein kann. Mit Tapes kann ich das Knie einigermaßen gut belasten, ich muss allerdings noch sehr aufpassen, welche Bewegungen ich mache. Das Knie zeigt mir schon noch die Grenzen auf“, erklärt Wiedenroth auf Nachfrage.
Sie hofft nach wie vor bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Säckingen an den Start gehen zu können. (Die U23 Damen fahren ihre DM bei der Elite-DM am 20. Juli aus).

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Julie Bresset (BH Sr Suntour-KMC) hält sich noch bedeckt. Etwas undifferenziert, war in einer Meldung nach ihrer Absage des Weltcup-Rennens in Albstadt von „Müdigkeit“ und der Notwendigkeit einer Pause die Rede.
Auf der Facebook-Seite ihres Teams heißt es jetzt, dass die Olympiasiegerin nächste Woche verkünden wolle, wie es für den Rest der Saison weitergeht. Für Spekulationen über die genauen Hintergründe der Auszeit haben wir keine Hinweise.

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Genauer weiß man das schon bei Julien Absalon (BMC Racing). Der Doppel-Olympiasieger hat sich ja eine unangenehme Wunde am Knie zugezogen, als er im Training zum BMC Racing Cup – eigentlich harmlos – stürzte. Sie musste per Vollnarkose behandelt und genäht werden. Nächste Woche, so ist vom französischen Kollegen Fred Machabert zu vernehmen, will er auf dem Heimtrainer wieder beginnen die Kurbel zu drehen und hofft beim Weltcup in Mont Sainte Anne wieder konkurrenzfähig zu sein. Den darauf folgenden Weltcup in Windham will Absalon sowieso auslassen, weil seine Frau Emelie das zweite Kind erwartet.

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Thomas Litscher (Multivan-Merida) befindet sich nach seiner Virus-Infektion (Gürtelrose) schon seit fast zwei Wochen wieder im Training. Litscher weilt derzeit mit Teilen des Schweizer Nationalkaders im Engadin.

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Sepp Freiburghaus
(Thömus Racing) sitzt nach seinem Schlüsselbein-Bruch vom Eliminator Sprint in Nove Mesto auch schon wieder im Sattel. Gleich drei Brüche wies das linke Schlüsselbein auf. Im Gelände kann er aktuell noch nicht trainieren, aber am Lenker seines Mountainbikes auf der Straße. Bis zur Schweizer Meisterschaft in Lostorf vom 18. bis 20. Juli, will Freiburghaus wieder fit sein. Und dann vor allem im Eliminator um die Medaillen mitfahren.