Gold Trophy Bad Säckingen: Mathias Flückiger dominiert – Fumic kämpft sich auf Sieben

FOTOS: Eine eigene Liga: Mathias Flückiger ©Erhard Goller

Zum Abschluss der sechsten Gold Trophy Sabine Spitz in Bad Säckingen hat der Schweizer Mathias Flückiger mit einer langen Solofahrt zum Sieg in 1:33:07 Stunden beeindruckt. Der Eidgenosse vom Radon Factory Team gewann 41 Sekunden vor dem Olympia-Vierten Maxime Marotte (Cannondale Factory Racing) und 1:07 Minuten vor Jordan Sarrou (BH-Sr Suntour-KMC). Bester Deutscher war Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) auf Platz sieben (+1:53). Moritz Milatz landete auf Position zehn (+4:18).

 

Die 3,45 Kilometer lange Startrunde und eine komplette 4,15 Kilometer lange Runde waren gefahren, eine große Spitzengruppe ging, angeführt von Manuel Fumic, in die nächste von insgesamt neun Schleifen am Bad Säckinger Waldbad.

Fumic’ Tempo zerriss die Gruppe. Doch nach einer kurzen Singletrail-Passage übernahm Mathias Flückiger und drückte aufs Tempo.

Was dann passierte beschrieb ein beeindruckter Maxime Marotte später so: „Da war keine Chance mitzugehen, er war in einer eigenen Liga. Ich dachte, okay, wir sehen uns nach der Ziellinie.“

So war es dann auch. Der Abstand wuchs rasch auf 40 Sekunden an und Mathias Flückiger holte sich einen ungefährdeten Sieg. „Ich bin einfach mein Tempo gefahren. Das Rennen vor einer Woche in Montichiari hat mir geholfen in meinen Wettkampfrhythmus zu kommen. Jetzt ist er da und ich denke, ich habe ein höheres Niveau als 2016. Die Strecke hat mir sehr gelegen, aber man darf hier auch nicht überdrehen“, kommentierte Flückiger seinen Sieg.

Sarrou fällt zurück, Marotte fährt weg

Die Verfolger hatten mit sich zu tun. Ein Trio kämpfte um den zweiten Platz und es waren drei Fahrer aus dem westlichen Nachbarland. Maxime Marotte, Jordan Sarrou und Victor Koretzky (BH-Sr Suntour-KMC) blieben zusammen. Bis zur fünften Runde.

Dann bekam Sarrou etwas Probleme mit seinem Magen und ließ erst mal locker, Koretzky verlor eine Runde später den Anschluss an Marotte, der dann ungefährdet die zweite Position nach Hause fuhr.

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Siebter: Manuel Fumic ©Erhard Goller

Sarrou erholte sich und schnappte sich seinen Teamkollegen Koretzky, während Manuel Fumic die ganze Zeit in einer Schlagdistanz von 15 Sekunden oder weniger unterwegs war. Der 35-Jährige wirkte allerdings müde, was zwei Wochen nach dem Cape Epic auch keine Überraschung war.

Fumic musste eine Runde vor Schluss auch noch den Österreicher Gregor Raggl (Möbel Märki) und den Russen Anton Sintsov (JBG-2) vorbeiziehen lassen.

„Ich bin ganz zufrieden mit dem Rennen. Es ist alles so gelaufen, wie wir das besprochen haben. Ich habe am Anfang das Tempo hoch gehalten, musste mich am Ende aber auch ganz schön quälen“, erklärte Fumic, der schon vor dem Rennen nicht viel erwartet hatte, weil er sich noch nicht zu hundert Prozent erholt hatte.

Milatz: Besser als ich dachte

Besser als erwartet lief es bei Moritz Milatz (Kreidler Werksteam), der sich als Zehnter ins Ziel kämpfte. „Gemessen an dem, wie es mir diese Woche ging, war es viel besser als ich dachte. Ich konnte mich quälen, das war das Wichtigste“, so Milatz. Den Freiburger plagten nach einem Sturz Probleme mit seiner Gesamtbefindlichkeit.

Zwei Positionen hinter ihm kam Christian Pfäffle (Möbel Märki) ins Ziel (+5:12). Nach seiner Verletzungspause war er damit sehr zufrieden. „Es war der erhoffte Schritt nach vorne“, meinte Pfäffle, „von der Power her lief es super, nur die Spitzen fehlen noch. Dann folgten auf den nächsten Positionen Markus Bauer (Kreidler Werksteam, +5:44), Ben Zwiehoff (Bergamont, +5:55) und Martin Gluth (+6:10).

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