Jelenia Gora Trophy Marathon: Dreimal Jgb-2 auf dem Podest – Pfäffle bester Verfolger

FOTO | Gelungenes Comeback auf internationalem Terrain: Julian Schelb ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

 

Über die 87 Kilometer lange Distanz der UCI Marathon Series hat Christian Pfäffle (Möbel Märki) in Jelenia Gora Platz vier belegt. Das Podest wurde mit Adrian Brzozka, Marius Michalek und Piotr Brzozka mit drei polnischen Bikern vom Team Jbg-2 Professional besetzt. Bei den Damen siegte Jolanda Neff (Kross Racing).

 

Adrian Brzozka begann bereits vor Kilometer 30 einen Alleingang. Bei der zweiten Zwischenzeit (km 32) wurden knapp zweieinhalb Minuten Vorsprung gemessen und Brzozka ward von seinen Verfolgern nie wieder gesehen.

Zu denen zählten gleich vier Deutsche. Neben Christian Pfäffle, Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) und Martin Frey (Team Bulls) tat sich auch U23-Fahrer Simon Schneller (Bike Junior Team) hervor.

Schneller  lag nach 58 Kilometern sogar mal gemeinsam mit Marius Michalek und Sebastian Carabin (Merida Wallonie) an zweiter bis vierter Position, mit etwas Abstand auf die nächste Gruppe. Am Ende stand für den erst 20-Jährigen ein starker achter Rang  (+8:22) zu Buche.

Auch Carabin fiel zurück. Dafür gelang es Piotr Brzozka am vorletzten Anstieg Pfäffle und Co davon zu fahren und zu Michalek aufzuschließen, der aber 4:41 Minuten hinter Adrian Brzozka (3:48:29) Platz zwei holte.

Schelb muss nachpumpen, Pfäffle wechseln

„Als Brzozka wegfuhr, das war schleichend. Ich hätte schon mitfahren können, aber ich wollte mir keinen raus schrauben, bevor ich am Montag ins Höhentraining gehe“, berichtete Pfäffle.

Martin Frey hatte zwischenzeitlich Mühe, kämpfte sich aber immer wieder zurück. Zuletzt mit Christian Pfäffle, der vorne Luft verloren hatte und an der Technischen Zone sein Laufrad wechselte.

Auch Julian Schelb musste einmal nachpumpen und die entstandene Lücke wieder schließen.

Im Ziel klaffte eine Lücke von 3:04 Minuten zwischen Rang drei und vier. Es kam zu einem Finish dreier Fahrer, bei dem sich Christian Pfäffle Platz vier sichern konnte. Auf der Zielgeraden sprintete er den vierten Jbg-2-Fahrer Wojciech Halejak gerade noch so ab.

„Die erste Stunde musste ich leiden, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Strecke war echt cool. “, so Pfäffle.

 

Frey und Schelb zeigen sich zufrieden

Drei Sekunden nach ihm rollte Martin Frey als Sechster über die Ziellinie (+7:49), während Julian Schelb weitere fünf Sekunden später Siebter wurde.

„Die letzten 15 flachen Kilometer ging nichts mehr, aber bis dahin bin ich immer kontrolliert gefahren. Ich bin mega zufrieden“, kommentierte Schelb. Auch weil er sich damit die direkte Quali für die Marathon-WM in Singen holen konnte.

 

Und auch Martin Frey konnte nach dem eher unerfreulich verlaufenen Cross-Country-Rennen am Tag zuvor mit seinem Marathon-Resultat leben.

„Gestern ging es gar nicht. Nach meinem Infekt habe ich nur Grundlage trainiert und das Anfangstempo hat mich gekillt. Heute hatte ich zwar auch ein paar Mal Lücken nach vorne, mich aber immer wieder zurückgekämpft und zwischendurch auch mal gut Tempo gemacht. Es war ein geiles Rennen und ich bin mit Platz sechs sehr zufrieden“, erklärte Frey.

 

Benjamin Joerges (BQ Cycling), André Schütz (Pfälzerwald Wheelsports) und Sven Mägdefessel (Wilierforce Germany) belegten die Plätze 13, 17 und 20, was auch noch ein WM-Ticket bedeutet, sofern sie es nicht ohnehin schon in der Tasche haben.

 

Jolanda Neff absolvierte bei der Jelenia Gora Trophy gewissermaßen ihre Generalprobe für die Marathon-WM in Singen. Die Weltmeisterin vom Kross Racing Team hatte mit ihrer Konkurrenz keine Mühe. Die Schweizerin gewann 10:15 Minuten vor der polnischen Marathon-Spezialistin Michalina Ziolkowska.

 

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