KMC Bundesliga Titisee-Neustadt: Favoritin Grobert freut sich auf „super Wochenende“

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In Titisee-Neustadt führt der Weg zum Sieg über Helen Grobert ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Die Südbadenerinnen spielen in der deutschen Cross-Country-Landschaft die dominierende Rolle. So wird das wohl auch am Sonntag bei der dritten Runde der KMC Bundesliga in Titisee-Neustadt sein. Obschon zwei Fahrerinnen aus diesem Landstrich gar nicht auf der Meldeliste stehen. Nach ihren bisherigen Saisonleistungen ist es Helen Grobert (Ghost Factory Racing), die als Favoritin ins Rennen geht.

Helen Grobert kann man in Titisee-Neustadt als Lokalmatadorin betrachten. Egal ob man sie als Wahl-Freiburgerin oder als Remetschwielerin betrachtet, beides liegt nur etwa eine halbe Stunde vom Standort des KMC-Bundesliga-Rennens entfernt.

Dem Shooting-Star der Saison blieb in Lenzerheide durch Defekte der ganz große Coup aufs Weltcup-Podium zwar verwehrt, aber Helen Grobert hat aus den ersten zweieinhalb Runden, in denen sie um Rang drei kämpfte, noch mehr Selbstvertrauen gezogen. An der Hochfirst-Weltcup-Schanze geht sie als klare Favoritin ins Rennen.

„Ich habe mich gut erholt von Lenzerheide und freue mich auf das Bundesliga-Rennen“, sagt Grobert. „Das wird sicher ein super Wochenende.“

Helen Grobert hat ja zum Auftakt der Serie in Wombach ihr erstes Bundesliga-Rennen gewonnen, am Sonntag könnte das zweite hinzukommen.

Brandau mit ansteigender Tendenz

Auf der naturbelassenen, für den Hochschwarzwald typischen Strecke, fühlt sich auch die Deutsche Vize-Meisterin Hanna Klein (BH-Sr Suntour-KMC) aus Freiburg sehr wohl. „Ziel ist das Podium“, sagt Klein, die sich von ihrem Infekt aus der Vorwoche inzwischen erholt hat.

Auf dem Zettel muss man auch die Schwäbin Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing) haben. Die dreifache Deutsche Marathon-Meisterin ist nach ihrer Schwangerschaft auf gutem Weg zurück in die Spitze und beim Weltcup hat sie als 31. bereits gezeigt, dass sie wieder zu Anschluss-Leistungen an die Weltspitze fähig ist.

Die Australierin Peta Mullens (Sram Yeti Racing), die Norwegerin Ingrid Böe Jacobsen (Sepura Toyota) sind ebenfalls zu beachten. Und Nadine Rieder (AMG-Rotwild) hat in Lenzerheide auch schon erkennen lassen, dass sie im Cross-Country wieder auf einem guten Weg ist.

 

Nicht dabei sind zwei Olympionikinnen aus Südbaden. Sabine Spitz fährt am Samstag den LBS Bike-Marathon in Albstadt und Adelheid Morath (BH-Sr Suntour-KMC) laboriert an den Folgen ihres Sturzes von Lenzerheide. Das Knie schwoll an und so war ein Start der Wahl-Freiburgerin, die eigentlich aus St. Märgen kommt und damit eine echte Hochschwarzwälderin ist, keine Option.

„Ich wäre schon gerne gefahren, aber es geht in der aktuellen Situation einfach nicht. Es fällt mir nicht leicht darauf zu verzichten, weil ich denke, dass es wichtig ist für die Region“, erklärte Adelheid Morath.

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