KMC Bundesliga Titisee-Neustadt: Weltmeister sprintet federleicht und spielerisch – Stiebjahn punktet als Zweiter

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Da federt er spielend davon: Daniel Federspiel ©Erhard Goller

Favoritensieg. Daniel Federspiel hat wie im Vorjahr den KMC Bundesliga-Sprint in Titisee-Neustadt gewonnen. Der Weltmeister siegte souverän vor Lokalmatador Simon Stiebjahn, der sich mit seinem zweiten Platz an die Spitze der Gesamtwertung setzte. Der Sprint-Gesamtsieg ging aber erstmals an den Fischerbacher Felix Klausmann, der vor Oliver Laudenberg Tages-Dritter wurde.

 

Wie leicht und locker das doch aussah. Nomen est Omen. Federleicht und spielerisch enteilte Daniel Federspiel (Scott-Gooix) beim Eliminator Sprint an der Hochfirstschanze seinen Konkurrenten. Auch im Finale jagte der Österreicher den Anstieg entlang der Zuschauerränge im Skisprung-Stadion hinauf und riss scheinbar ohne Mühe eine Lücke auf den Deutschen Ex-Meister Simon Stiebjahn (Team Bulls).

„Ich habe dieses Jahr alles erreicht und bin in den vergangenen Wochen nur noch Sachen zum Spaß gefahren. Eigentlich bin ich schon in der Off-Season“, erklärte der Weltmeister. „Im Grunde ist das nicht mein Wetter“, meinte er zu den Regenfällen, „aber es ging trotzdem richtig gut. Ich könnte jetzt grade noch mal einen Sprint fahren.“

Simon Stiebjahn wurde von Federspiel abgehängt, doch der Lokalmatador und Mit-Organisator des KMC Bundesliga-Wochenendes war weit davon entfernt enttäuscht zu sein. „So ist das, wenn man so gute Leute einlädt“, meinte er schmunzelnd mit Seitenblick auf den Sieger. „Spaß beiseite, es ist super cool, dass er gekommen ist. Ich hatte keine Chance, aber ich habe mehr Punkte geholt, als ich mir erhofft habe“, so Stiebjahn.

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Die Verfolger: Felix Klausmann, Simon Stiebjahn und Oliver Laudenberg ©Erhard Goller

Das Halbfinale hätte er sich zum Ziel gesetzt, so Stiebjahn. Der zweite Platz brachte ihm 50 Punkte, so dass er vor dem abschließenden Cross-Country-Rennen am Sonntag mit 154 Punkten die Führung vor Max Holz (CEP Racing, 125) übernehmen konnte, der selbst im kleinen Finale siegte und auch noch Ben Zwiehoff (Bergamont, 120) überholte. Der hatte sich doch noch entschieden auf den Sprint zu verzichten.

Klausmann löst Stiebjahn ab

Mit seinem dritten Platz im Finale holte sich Felix Klausmann (Link Rad Quadrat) erstmals den Gesamtsieg im Sprint, zwei Punkte vor Simon Stiebjahn, der nach vier Gesamterfolgen seine Serie nicht mehr verlängern konnte.

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Durch diesen Sturz in der Quali musste Klausmann immer mit Stiebjahn durch die Heats ©Erhard Goller

„Ich bin sehr zufrieden ins Finale gekommen zu sein, nachdem ich in der Quali gestürzt bin“, meinte Klausmann. „Super, dass es für die Gesamtwertung gereicht hat.“

Überraschend landete Oliver Laudenberg (Merida-Schulte) auf dem vierten Rang. Im Finale konnte er sich gegen seine Konkurrenten zwar nicht mehr behaupten, doch bis dahin hatte der 25-Jährige vom MTB Rheinberg eine starke Leistung gezeigt.

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