Martin Frey: Vom DM-Medaillenaspirant zum Transalp Backup-Fahrer

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Raus aus der Cross-Country-DM, rein in die Transalp: Martin Frey ©Erhard Goller

Von der einen Startliste gestrichen, auf die andere draufgesetzt: U23-Vizemeister Martin Frey musste seine Reisepläne kurzfristig ändern und damit den Versuch in Wombach Deutscher Meister zu werden streichen. Sein Team Bulls benötigt ihn bei der Transalp als Ersatz für den kranken Tim Böhme.

„Ich muss oder darf einspringen“, erklärt Martin Frey. Das „muss“ würde der 22-Jährige wohl nicht verwenden, wenn er dafür nicht auf die DM verzichten müsste.

„Es war keine leichte Entscheidung“, gesteht Martin Frey. „Es hat sich Mitte der Woche angedeutet, aber ich habe erst mal mit der DM geplant.“

Wie er auf seiner Homepage erläutert, wollte er nach zwei DM-Silbermedaillen in seinem letzten U23-Jahr am Sonntag in Wombach nach der Goldmedaille greifen. Dass er das ad acta legen muss, schmerzt natürlich. Frey war nach gesundheitlichen Problemen in den Atemwegen im Frühjahr nicht an sein Leistungspotenzial herangekommen und hatte deshalb auch die WM verpasst. Daher hatte sich Frey auf die DM konzentriert.

„Ich war in den letzten Wochen endlich wieder besser in Form und voller Zuversicht, dass ich am Sonntag um die Medaillen mitfahren kann“, so Frey. Er sei allerdings auch realistisch genug, um zu wissen, dass aktuell andere Fahrer mehr als Titelkandidaten gehandelt werden als er selbst.

Nun, das Thema ist jetzt durch. Er konnte natürlich schlecht „nein“ sagen, denn sonst wäre durch die Krankheit von Tim Böhme das Backup-Duo für die Sieganwärter Karl Platt und Urs Huber geplatzt.

Am Sonntag steht er also an der Seite von Simon Stiebjahn in Imst an der Startlinie zur ersten Etappe der Transalp. Es ist Freys Premiere und dementsprechend hat er Respekt.

„Mich erfüllt die Teilnahme auch mit Stolz und Vorfreude“, schreibt Frey. Er warte auf sieben lehrreiche und harte Etappen.

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