Milano-La Montagnetta: Maja Wloszczowska vor Schweizer Trio – Helen Grobert zufrieden

 

 

Beim zweiten Rennen der Internazionali d’Italia hat die Polin Maja Wloszczowska (Kross Racing) die beiden Schweizerinnen Alessandra Keller (Radon Factory Racing) und Jolanda Neff (Kross Racing) auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Olympia-Silbermedaillengewinnerin siegte nach sechs Runden mit 18 Sekunden Vorsprung auf Keller und 49 Sekunden vor Neff. Für Helen Grobert verlief ihre Europa-Premiere im Team Cannondale Factory Racing zur eigenen Zufriedenheit

 

Alessandra Keller war die erste Protagonistin des Rennens. Die junge Schweizerin ging in Führung und holte sich einen Vorsprung heraus. „Ich wollte eigentlich schauen wie das Rennen verläuft, aber dann hatte ich von Anfang an super Beine und bin dann einfach mein Tempo gefahren“, erklärte Keller.

Etwa in der Mitte des Rennens mit nur 1:08:40 Stunden Siegerzeit hätte sie ein „Zwischentief“ gehabt, das sie gegen Ende aber wieder hinter sich lassen konnte.

Dennoch erlaubte das Maja Wloszczowska an der Schweizerin vorbei zu ziehen und im ersten Rennen zum ersten Sieg zu eilen.

„Am Anfang waren meine Beine noch nicht im Renn-Modus“, meinte Wloszczowska lachend. „Aber ich konnte mein Tempo halten und Alessandra noch überholen. Ich habe mich diese Woche sehr gut gefühlt und habe schon an den Sieg gedacht. Allerdings waren hier einige Fahrerinnen am Start, die im

Maja Wloszczowska_by Internazionale dItalia.
Nach schlechtem Start zum Sieg: Maja Wloszczowska ©Internazionali d’Italia

Weltcup Top-Ten fahren. So war ich nicht sicher.“

Alessandra Keller zeigte sich „sehr zufrieden“ mit ihrem zweiten Rang. „Für die Top-Form braucht es noch ein paar Rennen“, meinte die U23-Fahrerin.

Dass sie Jolanda Neff hinter sich lassen konnte, das nahm sie gelassen. „Jede fährt ihr Rennen und man hat mal einen besseren, mal einen schlechteren Tag.“

Jolanda Neff gewinnt Zweikampf mit Kathrin Stirnemann

Die Europameisterin selbst war von sich selbst aber „extrem positiv überrascht“, wie sie beteuerte. „Ich dachte es stünde viel schlimmer um meine Form.“

Neff erklärte, dass sie in diesem Winter viel weniger trainiert und „sicherlich einen anderen Formstand als die Jahre zuvor“ habe. „Ich freue mich, dass ich lebe“, sagte sie lachend. Hintergrund ist ein Studium, das die Weltranglistenerste im Herbst begonnen hat.

Sie hatte sich mit der zweiten Radon-Fahrerin, Kathrin Stirnemann, duelliert und den Zweikampf ums Podest schließlich mit 14 Sekunden Vorsprung auf die dritte Schweizerin gewonnen.

Hinter der Slowenin Tanja Zakelj (Unior Tools, +1:46) rollte Helen Grobert wie im Vorjahr als Sechste (+2:12) über die Ziellinie. Die Deutsche Vize-Meisterin zog ein positives Fazit.

„Meine Beine waren gut, ich konnte mein Training gut umsetzen. Dem Schweizer Zug konnte ich nicht folgen, aber ich habe sie lange vor mir gesehen. Die Strecke ist nicht unbedingt meine Favoritenstrecke, aber ich konnte am Berg Druck machen“, erklärte Grobert.

UCI Junior Serie: Eibl starke Sechste

Bei den Juniorinnen gewann, wie schon in Verona, die Österreicherin Laura Stigger. „Unglaublich, ich kann es noch gar nicht fassen. Mir hat der Kurs super gut gefallen“, sagte die Siegerin.

Sie gewann 1:05 Minuten vor der Französin Justine Tonso und Isaure Medde (+1:54).

Die Albstädterin Ronja Eibl belegte in dem Rennen der UCI Junior Serie einen starken sechsten Rang (+3:02).

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