Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup: Remis zwischen FRA und SUI

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Das Bild trügt, zumindest, was die Statistik angeht: Frankreich hat durch Julien Absalon in der ewigen Sieger-Liste mit der Schweiz um Nino Schurter (vorne) gleichgezogen. Und Manuel Fumic ist in dieser Hinsicht für Deutschland viel, viel weiter hinten. ©Erhard Goller

Nach dem Weltcup-Auftakt in Pietermaritzburg sind die meisten Fahrer direkt von Südafrika nach Australien und acrossthecountry.net derweil durch die Weltcup-Bilanzen geflogen. Einmal quer durch die Statistik und nicht mehr zurück.

Gewiss, daran haben weder Nino Schurter noch Julien Absalon vor dem Weltcup-Auftakt in Pietermaritzburg einen Gedanken verschwendet, aber Statistik-Freaks können folgendem Zahlenwerk bestimmt etwas abgewinnen.
BMC-Fahrer Julien Absalon hat nicht nur für sein aktuelles Team sein dritten Weltcupsieg und seinen 27. insgesamt eingefahren, sondern für Frankreich gleichzeitig im Duell mit den Schweizern in puncto Weltcup-Siegen wieder ausgeglichen.

45:45 steht es jetzt in Weltcupsiegen bei den Herren, nachdem die Schweizer erst im vergangenen Jahr durch einen Hattrick von Schurter mit zwei Erfolgen in Führung gegangen waren.
Da Scott-Odlo-Fahrer Schurter wegen seines Straßen-Einsatzes bei der Tour de Romandie nächste Woche auf einen Start in Cairns verzichtet, könnte Absalon die Franzosen wieder in Führung bringen. Sofern nicht ein anderer Eidgenosse für Weltmeister Schurter in die Bresche springt. Hat ja genug, die das könnten. Allerdings hat auch Maxime Marotte (BH SR Suntour-KMC) trotz schwerem Sturz in der ersten Runde das entsprechende Potenzial angedeutet.

Bei den Damen stagniert das Duell zwischen USA (36) und Kanada (34) derzeit. Catharine Pendrel (Luna Pro) kann verletzungstechnisch nicht eingreifen und die einzige US-Bikerin, die derzeit vielleicht mal für einen Sieg in Frage käme, Lea Davison, ist auch in der Rekonvaleszenz.

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Jolanda Neff wurde am Sonntag zur zweitjüngsten (Elite-)Weltcup-Siegerin aller Zeiten. Im Alter von 21 Jahren und drei Monaten feierte sie ihren bisher größten Triumph. Wer war bisher die Jüngste? Die Chinesin Chengyuan Ren war bei ihrem Sieg in Houffalize (April 2007) 20 Jahre und sieben Monate alt.

Jolanda Neff beendete gleichzeitig eine drei Jahre und acht Monate andauernde Phase, in der keine Schweizerin einen Cross-Country-Weltcup gewinnen konnte. Zuvor hatte Nathalie Schneitter (Colnago-Südtirol) in Champéry eine neunjährige Durststrecke beendet.
Neffs Erfolg war gleichzeitig der 13. Weltcup-Sieg einer Schweizerin und überhaupt der erste Weltcupsieg für ihr Team, das jetzt in der Damen-Fraktion als Liv geführt wird, aber eigentlich Giant ist und deren beider Chef der Niederländer Jan ten Tusscher ist.

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Dass Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan-Merida) seit ihrem Erfolg in Val d’Isére 2012 28 Weltcup-Siege auf ihrem Konto hat und so mit Julie Furtado aus den USA gleichgezogen hat, das ist bekannt. Mit ihrem zweiten Platz in Pietermaritzburg ist sie aber im Vergleich mit Julien Absalon wieder in Führung gegangen, was die Top-Drei-Ergebnisse angeht.
Da steht’s 46:45 für die Norwegerin, bei den Siegen ja 28:27. Ist ein heißes Fernduell und wird vielleicht von den Entscheidungen entschieden, die beide dieses Jahr noch treffen werden: Karriere fortsetzen oder nicht?

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Ja, es darf auch mal ein Deutscher in dieser Statistik auftauchen. Zwar nicht mit einer absoluten Rekordzahl, aber immerhin: Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) jubelte in Pietermaritzburg über das achte Weltcup-Podium (Top 5) seiner Karriere. Fünfmal stand er dabei auf dem Treppchen (Top 3). Damit ist er bester Deutscher in dieser Liga. Was fehlt, ist ein Sieg.
Davon hat Sabine Spitz (Haibike) zwei auf dem Konto. In Sachen Podestplätze (Top 3) kommt sie auf stolze 21.

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