Nadine Rieder und Sofia Wiedenroth: Titelverteidigungen fallen flach

FOTO | Der Sturz in Lenzerheide brachte das Aus für die DM: Nadine Rieder ©Benno Dietrich

Was nach dem Sturz in Lenzerheide schon zu befürchten war, ist zur Gewissheit geworden: Nadine Rieder (AMG-Rotwild) kann am Freitag in Bad Salzdetfurth ihren Titel als Deutsche Sprint-Meisterin nicht verteidigen. Die Verletzung am Knie hat sich nicht verbessert – im Gegenteil. Auch ihre Teamkollegin Sofia Wiedenroth kann in der U23 nicht antreten.

 

Was Nadine Rieder am Samstag auf Nachfrage mitzuteilen hatte, klang gar nicht gut: „Ich bin mit Krücken unterwegs.“ Und: „Die Saison ist erst mal vorbei.“

Obschon das Loch im Knie in der Schweiz am Sonntag rasch und medizinisch einwandfrei behandelt worden war, wurde am Mittwoch eine Entzündung festgestellt. Mit Hilfe von MRT und Röntgen-Aufnahmen wurde eine Flüssigkeitsansammlung festgestellt und es sah so aus als müsste Rieder sogar stationär behandelt werden.

Immerhin: die Entzündungswerte seien besser geworden, so dass ihr ein stationärer Aufenthalt und eine OP erspart blieb.

„Ich muss aber weiterhin ein Antibiotikum nehmen und an Rennen, bzw. Training ist erst mal nicht zu denken“, erklärt Nadine Rieder.

Damit sind die Deutschen Meisterschaften und ein möglicher dritter Sprint-Titel passé.

„Irgendwie habe ich das Pech so ein bisschen gebucht. Jetzt geht erst mal die Gesundheit vor, aber so schnell lass ich mich nicht unterkriegen“, gibt sich die Allgäuerin kämpferisch.

Sofia Wiedenroth: Zwölf Wochen Therapie

Kurioserweise, nein, besser: bedauerlicherweise kann eine zweite AMG-Rotwild-Fahrerin aus dem Allgäu am nächsten Wochenende ihren DM-Titel auch nicht verteidigen. Sofia Wiedenroth verlängerte unfreiwillig die Zeit ihrer Rekonvaleszenz. Bei ihr ist es auch das Knie-Gelenk, aber aufgrund einer Überlastung.

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Sofia Wiedenroth: Die Saison ist so gut wie gelaufen ©Benno Dietrich

Bis Mai lief der Aufbau ganz gut, doch dann flog sie an einem Tag gleich zweimal auf das angeschlagene Körperteil. „Seither war es wieder richtig schlecht“, so Wiedenroth.

Nach einer Untersuchung am 19. Juni wurde ein zwölfwöchiger Therapieplan aufgestellt. „Den muss ich absolvieren, bevor ich wieder radspezifisch trainieren kann“, erzählt Wiedenroth.

Doch auch sie will nicht klein beigeben. „Wie im Wettkampf auch ist die mentale Seite, denk ich, eher eine Stärke von mir. Ich lass mich nicht unterkriegen und arbeite halt einfach solang daran bis ich wieder gescheit Radfahren kann“, sagt die 22-Jährige.

„Mountainbike ist halt eine Extremsportart und da gehören Verletzungen dazu. Ich bin noch jung und möchte die Sportart langfristig ausüben, deswegen schau ich jetzt halt einfach, dass ich das so sauber wie möglich wieder hinbekomme und wortwörtlich nichts schnell, schnell ‚übers Knie breche’.“