Offroad-Notizen: Ehrung für Jenny Rissveds im langen Schwarzen

 

Goldmedaillen ziehen Ehrungen nach sich, auch in Skandinavien. Der Weltmeister wird immer schneller, auch auf schmalen Latten, zumal wenn sie vom Olympiasieger sind. Und die Schweizer Serie hat ein neues Schaufenster. Offroad-Notizen.

 

Olympiasiegerin Jenny Rissveds (Scott-Sram) hat in ihrer schwedischen Heimat einen wichtigen Preis. Bei der Sport-Gala wurde die Schwimmerin Sarah Sjöström als Sportlerin des Jahres geehrt, doch die bis vor ihrem Olympiasieg in Rio noch ziemlich unbekannte Mountainbikerin bekam die Trophäe für die „beste Leistung des Jahres“.

 Jenny Rissveds_hoch_by Joakim Rissveds
In ganzer Größe: Jenny Rissveds ©Joakim Rissveds

Die 22-Jährige zeigte sich überrascht, machte aber nicht nur im langen schwarzen Kleid bei ihrer Dankes-Rede eine sehr gute Figur. Sie sprach zuerst den Moderator an, einen einst Geflüchteten, der bei seiner Flucht via Griechenland wohl sieben Stunden durchs Meer geschwommen ist. „Was ist meine Leistung gegen deine“, fragte Rissveds, die mit Standing Ovations bedacht wurde.

Besonderen Dank widmete sie dann ihren Eltern, die ihr die „Sicherheit“ gegeben hätten, um ihren Weg zu gehen. (Danke an Alexandra Engen für die Übersetzung)

Rissveds kam auch beim eigentlich wertvollsten, weil Publikumspreis, dem „Jerringpriset“ in die Endrunde. Und betrachtete das auch als große Auszeichnung.

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Ihr Team- und Olympiasieger-Kollege Nino Schurter hat in Lenzerheide einen Volks-Skilanglauf mitgemacht und ihn auf einem respektablen Platz 15 beendet. Auf den 21,2 Kilometer des Planoiras verlor er 5:12,6 Minuten auf den Sieger, den Schweizer Fabian Schaad, der auch schon Weltcup-Einsätze hinter sich hat.

Schurters „Geheimnis“: Seine Ski sind von Olympiasieger Dario Cologna. „Ich glaube vor fünf Jahren habe ich den von ihm bekommen und er läuft immer noch gut“, sagt Schurter lachend.

Bei den Damen haben sich Alessandra Keller (Radon Factory Team) und Andrea Waldis (Clif Pro Team) ins Teilnehmer-Feld gemischt. Und auch sehr gut abgeschnitten. Keller belegte mit 9:08,3 Minuten Rückstand auf Siegerin Sandra Wagenführ Platz acht, während Andrea Waldis das Ziel als 13. erreichte (+13:39,5).

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Der Profixx Swiss Bike Cup, respektive der neue Besitzer Human Sports Management (HSM), hat der Website der Serie einen Relaunch verpasst. Im modernen Layout mit großen Schaltflächen und mehr Bildern werden die sieben Stationen präsentiert.