Offroad-Notizen: Eva Lechners Kleiderschrank wird voller

 Eva Lechner_afxentia_by Kuestenbrueck
Das Outfit bleibt für ein weiteres Jahr dasselbe: Eva Lechner ©Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Noch so ein grün-weiß-rotes Jersey im Schrank für eine – logisch – Italienerin. Ein ungewohnter Langdistanz-Sieger. Einer in Tschechien, von dem man es gewohnt ist. Und dann sei noch bemerkt: Sprint ist Sprint, egal wo! Offroad-Notizen.

 

Eva Lechner (Luna Pro Team) hat ihr Abonnement auf den italienischen Meistertitel verlängert. Bei den Titelkämpfen in Courmayeur im Aostatal holte sich Lechner in 1:32:26 Stunden das Meister-Jersey, das sie jetzt bei den 22 anderen im Kleiderschrank verstauen kann. Silber ging an Lisa Rabensteiner (Focus XC), die 1:29 Minuten Rückstand aufwies. Serena Calvetti (+2:21).

Bei den Herren kam es zum Duell der Zwillingsbrüder Luca und Daniele Braidot (beide Forrestale cicli Olympia). Das Trikot darf ab jetzt Daniele Braidot tragen, denn er gewann zwei Sekunden vor Luca. Der war großzügig, denn im Gegensatz zu ihm hat sich Daniele nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert. Laut solobike.it lancierte er die Attacke, wartete auf Daniele und arbeitete dann für ihn. Bronze ging an Michele Casagrande, 37 Sekunden zurück.

Mitfavorit Marco Fontana (Cannondale Factory Racing) wurde nur Achter (+3:27).

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„Endlich wieder einen Sieg“, jubelte Esther Süss (Wheeler-iXS) nach ihrem Sieg bei der Elsa Bike Trophy. Sie siegte bei dem Marathon-Klassiker in Estevayer-le-Lac nach 60 Kilometern mit 2:36 Minuten Vorsprung auf Ariane Kleinhans (Team Spur) und 7:55 Minuten vor Nathalie Schneitter (Rose-Vaujany).

Bei den Herren konnte Lukas Flückiger (BMC Racing) triumphieren. Als Marathon-Fahrer ist der Cross-Country-Spezialist von Weltklasse-Format bis dato nicht aufgefallen, doch die zeitliche Distanz betrug ja auch nur 2:35:58 Stunden. Am Ende hatte er Hansueli Stauffer (mtb Intercycle) um 2:20 Minuten distanziert. Der gewann den Sprint um Rang zwei hauchdünn gegen Urs Huber vom Team Bulls.

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Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) hat den Strabag Cup in Brünn gewonnen. Der Olympiasieger verwies Jan Skarnitzl (Sram Mitas Trek) mit 1:12 Minuten Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Pole Bartlomej Wawak (Kross Racing). Bei den Damen gewann die Mexikanerin Daniela Campuzano mit 43 Sekunden Differenz auf Karla Stepanova und 1:04 Minuten vor Jana Czeczinkarova.

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Ist Sprint eigentlich Sprint? Irgendwie schon, würde Patrick Lüthi (Cycles Prof) wohl sagen. Der EM-Vierte im Mountainbike-Sprint nutzte am Sonntag in Aigle bei den Schweizer Bahn-Meisterschaften seine schnellen Beine und holte im Sprint hinter Jan Freuler die Silbermedaille. Bei seiner ersten Erfahrung auf diesem Terrain. Auf Facebook nennt das Lüthi dann auch „Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften im Eliminator“. Mountainbike natürlich.