Offroad-Notizen: Französisches Traumpaar und ein Multitalent

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St. Raphael: Dritter Saisonsieg für Julien Absalon. ©Olivier De Vaulx

An der Cote d’Azur wird die französische Hierarchie zementiert, in Benelux sammelt ein Multitalent weiter Siege in allen Branchen und die Ozeanier haben ihre Kontinental-Meister gekürt. Offroad-Notizen.

Coupe du France, St. Raphael. Julie und Julian, gewissermaßen das Traumpaar des französischen Cross-Country-Sports (und nur da), haben in St. Raphael seine Ausnahmestellung unterstrichen und die Hierarchie in Frankreich weiter zementiert.
Julie Bresset (BH Suntour-KMC) dominierte das Rennen an der Cote d’Azur in eindrucksvollen Manier. 4:04 Minuten legte sie nach 1:43:58 Stunden zwischen sich Sabrina Enaux (Specialized Solodet). Fanny Bourdon (Look Beaumes) hatte schon 5:13 Minuten Rückstand.
„Ein Wochenende für die Moral“, schreibt Bresset auf ihrer Homepage, nachdem sie in St. Raphael zum vierten Mal in Folge gewonnen hat.

Die Bedingungen im Süden Frankreichs waren auch nicht viel anders wie in Deutschland. Am Ostersonntag kam zwar die Sonne, aber das Rennen fand in teilweise tiefem Matsch statt.
Für Julien Absalon (BMC Racing) war das sicher kein Nachteil, in solchen Bedingungen hat sich der Mann aus den Vogesen schon immer wohl gefühlt. Es war im Herren-Rennen zunächst Stephane Tempier (BH Suntour-KMC), der mit einem fulminanten Start dem Feld enteilte. Absalon blieb ruhig und schloss dann die Lücke zu Tempier. Kurze Zeit später leistete auch Maxime Marotte Gesellschaft. Weil er es jetzt mit zwei BH-Fahrern zu tun hatte, zog es Absalon vor die Initiative zu ergreifen.
Er entkam und fuhr sich bis ins Ziel einen Vorsprung von 1:07 Minuten auf Marotte heraus. Tempier kam mit 2:22 Minuten Rückstand auf den Doppel-Olympiasieger ins Ziel. Absalons Siegerzeit betrug übrigens 1:20:20 Stunden.
Auf Platz vier taucht der Name eines weiteren Olympiasiegers auf. Miguel Martinez (FRM Racing Team) verfehlte das Podest um 50 Sekunden.

Paasbike, Nieuwkuijk. Marianne Vos (Rabobank-Giant/Liv) sorgt weiter für Schlagzeilen. Am Ostersonntag gewinnt das Multitalent auf der Straße die Flandernrundfahrt und am Ostermontag fährt sie in Nieuwkuijk auf dem Mountainbike allen davon. Die beeindruckende Vos siegte in dem traditionellen Rennen, das von ihrem Heimatklub ausgerichtet wird, 3:10 Minuten vor der 19-jährigen Annefleur Kalvenhaar, die Anne Terpstra (Superior-Brentjens) im Sprint auf Rang drei verweisen konnte.
Am kommenden Wochenende bestreitet Vos in Norg ein weiteres MTB-Rennen.
Ihr Teamkollege Henk-Jaap Moorlag sorgte für einen Giant-Doppelsieg. Er gewann das Rennen der Herren mit 34 Sekunden Vorsprung auf den Belgier Bart de Vocht, der U23-Weltcupsieger Michiel van der Heijden, ebenfalls von Giant Pro XC, im Finish bezwingen konnte.

Ozeanienmeisterschaft, Tasmanien. In Glenorchy wurden am Samstag die neuen Ozeanien-Meister im Cross-Country gekürt. Die Neuseeländerin Karen Hanlen holte sich den Titel bei den Damen vor Rowena Fry und vor Tory Thomas (beide Australien).
Bei den Herren verteidigte der Australier Daniel McConnell seinen Titel vor seinen Landsleuten Sid Taberley und Luke Fetch.
Cannondale-Biker Anton Cooper aus Neuseeland gewann gleich in seinem ersten U23-Jahr den Titel in der Nachwuchskategorie und machte sich danach auf den Weg nach Deutschland, wo er in den nächsten drei Monaten in der Nähe von Stuttgart gemeinsam mit Teamgenosse Keegan Swenson seine Zelte aufschlagen wird.
Übrigens: Rowena Fry und Samuel Gaze (Neuseeland) sind die ersten kontinentalen Champions in der Eliminator Disziplin überhaupt.
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