Offroad-Notizen: Weltranglisten, Meister von der Straße und der Himmel im Königreich

FOTO | Nicht nur die Kopf-Bedeckung war’s wert: Mathias Flückiger und Ralph Näf gewinnen das Lesotho Sky ©LesothoSky

Die Spitzenreiter bleiben die Spitzenreiter und Deutsche in den Top-Ten. In den Niederlanden triumphieren zwei Straßenfahrer, in Afrika zwei Schweizer und in der Türkei zwei Österreicher. In Frankreich baut ein Team um, zumindest den Namen. Offroad-Notizen am Ende der Saison.

 

In der gerade veröffentlichten neuen Weltrangliste hat sich – logisch – nicht allzu viel getan. Nino Schurter (Scott-Sram) führt vor drei Franzosen. Jordan Sarrou (BH Sr Suntour-KMC), Maxime Marotte (Cannondale Factory Racing) und Stephane Tempier (Bianchi-Counterveil). Manuel Fumic (Cannondale) ist als bester Deutscher von sieben auf acht abgerutscht. Zweitbester Deutscher ist jetzt schon U23-WM-Bronzemedaillengewinner Max Brandl (Lexware Mountainbike Team), der sich um elf Positionen auf 55 verbessert hat.

Bei den Damen bleibt Yana Belomoina (CST Sandd American Eagle) vor Weltmeisterin Jolanda Neff (Kross Racing). Deren Teamkollegin Maja Wloszczowska wurde von Linda Indergand (Focus XC) auf Rang drei abgelöst. Sabine Spitz (Wiawis) hat sich auf Rang sieben verbessert, während Adelheid Morath (Bikesportworld) an Nummer 21 geführt wird.

Noch ein Blick in die Nationenwertung: Da stehen die deutschen Damen schon eine ganze Zeit hinter den weit enteilten Schweizerinnen, aber vor den USA auf dem zweiten Rang. Eher betrüblich ist der neunte Platz der deutschen Herren. So weit hinten waren die BDR-Vertreter in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr. Allerdings muss man sagen, dass der Abstand auf Rang drei keine Welt darstellt. 546 Punkte auf Spanien sind es, die hinter Schweiz und Frankreich rangieren.

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In der Türkei haben zwei Österreicher noch mal mächtig Punkte eingefahren. Karl Markt und Gregor Raggl feierte beim HC dotierten Salcano MTB-Cup in Arnavutköy für Möbel Märki einen Doppelsieg ein. Markt gewann im Sprint vor Raggl, während der Weltcup-Dritte von Lenzerheide, Anton Sintsov (JBG).

Bei den Damen durfte sich die Ukrainerin Iryna Popova die 90 Punkte gut schreiben lassen. Sie gewann zwei Sekunden vor Ekaterina Anoshina aus Russland und 2:45 Minuten vor Jovana Crnogorac.

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In den Niederlanden haben zwei etatmäßige Straßenfahrer die Marathon-Titel geholt. Annemiek van Vleuten (Orica Scott) und Lars Boom (LottoNL-Jumbo) streiften sich nach einem Tag im Matsch die sauberen Meister-Trikots über.

Van Vleuten, Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, entthronte Titelverteidigerin Hielke Elferink (Craft-Rocky Mountain), die Silber gewann. Bronze ging an Karen Brouwer (KMC-Fruit to Go).

Bei den Herren siegte Ex-Cyclo-Cross-Weltmeister Lars Boom im Sprint vor Jasper Ockeloen und Robert de Nijs.

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Das Team BH Sr Suntour-KMC hat seine Sponsoren ein wenig hin und her geschoben und einen neuen in den Titel genommen. Künftig werden Jordan Sarrou und Co. unter dem Titel KMC-Ekoi-Sr Suntour in den Ergebnislisten auftauchen. Auch wenn sie als Namens-Sponsor nicht mehr auftauchen, BH-Bikes werden dem Team weiterhin den fahrbaren Untersatz liefern.

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Ist schon fünf Tage her, war aber auch nicht im Mittelpunkt der Mountainbike-Welt: Das Lesotho Sky, ein sechstägiges Etappenrennen sah eine Art Comeback im Renn-Sattel. Einem Sponsoren (Orthopädie St. Gallen) hatte Ralph Näf versprochen, dass er bei dem Event am Start stehen würde. So ging er zwei Jahre nach Karriere-Ende mit seinem Radon-Teamfahrer Mathias Flückiger in Afrika an den Start.

Für den Sieg vor afrikanischen Teams hatte Näf offenbar noch genügend trainiert. Das Erlebnis selbst dürfte auch Eindruck hinterlassen haben und wenn man die Kopf-Bedeckungen für die Sieger-Paarungen anschaut, dann war das allein schon das Abenteuer im, von Südafrika gänzlich umschlossenen Königreich, wert. Für die 120 Weltranglistenpunkte hat wohl eher Mathias Flückiger denn Ralph Näf eine Verwendung.